Lebensmittel A-Z
Hier finden Sie Informationen rund um die Saisonalität und Regionalität, Haltbarkeit, Verwertung und die richtige Lagerung von Kiwis. So können Sie die Früchte möglichst lange genießen und Lebensmittelabfälle vermeiden.
Lagerung
Harte, noch unreife Kiwis lagern Sie am besten bei Zimmertemperatur, zum Beispiel in einer Obstschale. Dort reifen sie je nach Ausgangszustand innerhalb weniger Tage nach. Soll die Reifung schneller gehen, lagern Sie die Kiwis zusammen mit Äpfeln, da diese das Reifegas Ethylen abgeben. Legen Sie beide Obstarten in eine Papiertüte oder decken Sie sie mit einem Tuch ab, beschleunigt das zusätzlich den Reifeprozess.
Reife Kiwis erkennt man daran, dass sie auf leichten Fingerdruck etwas nachgeben. Ist der gewünschte Reifegrad erreicht, sollten Sie die Kiwis im Kühlschrank lagern, am besten locker und vor Druck geschützt im Gemüsefach. So lässt sich die weitere Reifung verlangsamen. Waschen Sie die Früchte am besten erst kurz vor dem Verzehr.
Angeschnittene Kiwis sollten Sie in einem sauberen, gut verschließbaren Behälter im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehren.
Haltbarkeit
Reife Kiwis können im Kühlschrank in der Regel bis zu zwei Wochen haltbar sein. Die genaue Haltbarkeit hängt unter anderem vom Reifegrad, der Sorte und dem Zustand der Früchte ab. Kontrollieren Sie die Kiwis deshalb regelmäßig.
Möchten Sie Kiwis länger haltbar machen, können Sie sie schälen, in Stücke schneiden oder pürieren und portionsweise luftdicht einfrieren. Eingefrorene Kiwis bleiben mehrere Monate haltbar. Nach dem Auftauen ist das Fruchtfleisch allerdings weicher. Es eignet sich dann besonders gut für Smoothies, Fruchtmus, Desserts oder zum Backen.
Sehr reife Kiwis können Sie außerdem zu Kompott oder Konfitüre verarbeiten. Damit das eingekochte Obst möglichst lange hält, achten Sie auf eine saubere Arbeitsweise und verwenden Sie nur abgekochte Gläser.
Wann sind Kiwis verdorben?
Eine leicht runzlige Schale oder eine kleine Druckstelle müssen nicht unbedingt bedeuten, dass die Kiwi bereits verdorben ist. Sofern kein Schimmel vorhanden ist, können Sie die betroffene Stelle wegschneiden und die Kiwi zeitnah verarbeiten.
Sehr weiches oder wässriges Fruchtfleisch, austretender Saft, eine schleimige Konsistenz sowie ein gäriger, alkoholischer oder fauliger Geruch sind Anzeichen für Verderb. Solche Kiwis sollten Sie nicht mehr verzehren. Auch bei sichtbarem Schimmel sollten Sie die gesamte Kiwi entsorgen, denn Schimmelpilze können sich unsichtbar im Inneren der Frucht ausbreiten.
Verwertung von Resten
Reife Kiwis eignen sich roh als Snack, im Obstsalat, Müsli oder Joghurt. Auch in Smoothies, Desserts, Fruchtsoßen oder auf Kuchen können Sie das Obst verwenden. Sehr weiche, aber noch einwandfreie Kiwis lassen sich gut pürieren und zu Fruchtmus, Sorbet, Kompott oder Konfitüre verarbeiten.
Die Schale kann grundsätzlich mitgegessen werden, allerdings ist es ratsam, die Kiwi dann vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Glattschalige Sorten eignen sich besonders gut für den Verzehr mit Schale.
Ein zusätzlicher Tipp: Kiwis enthalten das eiweißspaltende Enzym Actinidin. Werden sie längere Zeit mit Milchprodukten oder Gelatine vermischt, können Milchprodukte bitter werden und Gelatine kann unter Umständen nicht fest werden. Geben Sie Kiwi deshalb erst kurz vor dem Servieren dazu oder erhitzen Sie die Frucht vorher kurz.
Weitere Ideen und Anregungen finden Sie in unserer Zu gut für die Tonne!-App.
Saison und Regionalität
- Ernte in Deutschland: Oktober bis November
- Kiwis aus anderen Anbauländern – vorrangig Neuseeland oder Chile – sind im Lebensmittelhandel ganzjährig verfügbar.