Tomaten in einer Holzkiste

Freilandtomaten: saisonal und regional am besten

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Kein Gemüse mögen die Deutschen lieber: Rund 29 Kilogramm Tomaten essen wir pro Kopf im Jahr – mehr als von jedem anderen Gemüse. Besonders im Spätsommer lohnt es sich zuzugreifen, denn dann haben Tomaten Saison und schmecken am besten. Was Sie zu Einkauf, Haltbarkeit und Eigenanbau wissen sollten, lesen Sie im Folgenden.

Lange haltbar durch spezielle Sorten

Mal sind sie gelb, mal grün, mal mehrfarbig; mal klein oder groß, rund oder eiförmig. Die botanisch zu den Beeren gehörenden Tomaten kommen in vielen Farben und Formen vor. Besonders häufig finden Sie im Handel die mittelgroßen runden Tomaten und die kleinen Cherrytomaten, am Strauch oder lose. Tomaten, die als ganze Dolde geerntet werden, also mit dem Grün, sind besonders beliebt. Allerdings: Was natürlich wirken mag, entspricht eigentlich nicht dem Reifeprozess der Tomate. Dank Züchtung von sogenannten Longlife-Tomaten können sie so angeboten werden. Ansonsten wäre die erste Tomate an der Dolde schon verfault, wenn die letzte gerade beginnt rot zu werden.

Saisonal und regional einzukaufen schont Ressourcen

Wer umweltbewusst denkt, sollte Tomaten vor allem zu ihrer natürlichen Erntezeit im Spätsommer kaufen. Denn dann finden Sie mehr heimische Tomaten, die keine langen Transportwege hinter sich haben. Außerdem muss im Winter viel Energie für die Aufzucht aufgewendet werden: Ein ganzjähriger Anbau ist in Deutschland nur mit Heizung möglich. Tomaten aus dem Süden, zum Beispiel aus Spanien, müssen zwar nicht beheizt werden, haben allerdings einen weiten Weg hinter sich, bei dem Treibhausgase entstehen.

Tomaten lagern und haltbar machen

Ganz wichtig: Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, denn in der Kälte verlieren sie ihr Aroma. Außerdem lagern sie am besten getrennt von anderem Obst und Gemüse, denn sie sondern das Reifegas Ethylen ab, das andere Früchte schneller reifen und verderben lässt. Richtig gelagert bleiben Tomaten zu Hause bis zu fünf Tage lang frisch. Können sie in dieser Zeit nicht verwertet oder verspeist werden, lassen sie sich auf verschiedene Weise haltbar machen. Eine bereits gekochte Tomatensoße können Sie problemlos einfrieren. Dies gilt nicht für frische unverarbeitete Tomaten – durch das Einfrieren würden die Zellen der Früchte platzen und den Tomaten nach dem Auftauen die Struktur fehlen.  Ihre Tomatensauce muss zum haltbar machen aber nicht zwingend eingefroren werden – Sie können sie stattdessen auch bis zum nächsten Pasta-Essen einkochen.

Einfacher als gedacht: Tomatenanbau zuhause

Egal ob im Garten oder auf dem Balkon: Für Tomaten kann es gar nicht sonnig genug sein, selbst pralle Mittagssonne macht ihnen nichts aus. Auf zu viel Kälte, Regen und Wind reagieren sie hingegen empfindlich. Vorgezogene Tomatenpflanzen sollten daher erst Ende Mai ins Freie, wenn kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Eine kleine Überdachung oder ein Standort an einer geschützten, sonnigen Hauswand sind ideal.

Säen Sie die Tomatensamen Ende März in einer Schale mit Anzuchterde aus und bedecken Sie sie mit einem halben Zentimeter Erde. Bei etwa 20 Grad Celsius, zum Beispiel in Heizungsnähe, sollten die Samen nach spätestens 14 Tagen keimen. Vereinzeln Sie die Keime dann so, dass jedes Pflänzchen etwa zehn bis 15 Zentimeter Platz um sich herum hat. Damit die Pflanzen gut wachsen können und nicht wegknicken, brauchen sie eine Rankhilfe – entsprechende Spiralstäbe finden Sie im Baumarkt oder Gartencenter. Achten Sie darauf, die Pflanzen während des Wachstums auszugeizen, also die Triebe, die in den Blattachseln wachsen, zu entfernen, und sie vor allem im Sommer ausreichend zu wässern, möglichst ohne, dass die Blätter dabei nass werden. Und schon heißt es: Viel Freude beim Ernten!

Was tun mit übrigen Tomaten? Inspirationen für leckere Beste-Reste-Rezepte finden Sie in der Rezeptdatenbank und den #ResteReloaded-Tutorials.