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Fleisch und Wurst

Fleisch und Wurst in einer Theke
Foto: (c) BLE/ Thomas Stephan

Fleisch immer kühl lagern

Als leicht verderbliches Lebensmittel gehört Fleisch sofort nach dem Einkauf in den Kühlschrank. Auf einen Teller gelegt und mit Klarsichtfolie abgedeckt bleibt es im untersten Kühlschrankfach am längsten frisch. Rindfleisch hält sich dort drei bis vier Tage, Kalb- und Schweinefleisch sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen zubereitet werden.  Möglichst schnell muss man rohes Geflügelfleisch verarbeiten. Es ist nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank haltbar.

Achte generell darauf, dass der Fleischsaft nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommt, da sich darin  Bakterien sammeln können.

Luftdicht einfrieren und langsam auftauen

Verpacke das Fleisch beim Einfrieren möglichst luftdicht, um Gefrierbrand zu verhindern. Wie lange es im Tiefkühler haltbar ist, hängt von der Sorte und dem Fettgehalt ab. Der Auftauprozess sollte abgedeckt im Kühlschrank erfolgen: Das schont das Aroma und verhindert zu starke Keimbildung. Gieße die Auftauflüssigkeit regelmäßig ab oder lege das Fleisch am besten gleich in ein Gefäß mit Abtropfsieb, so dass es nicht im Auftauwasser schwimmt. Darin sammeln sich nämlich gern die Krankheitserreger.

Fleisch, das außerhalb des Kühlschranks gelegen hat, sollte sicherheitshalber nicht mehr eingefroren werden. Entgegen der landläufigen Meinung werden die Bakterien beim Einfrieren nämlich nicht abgetötet.

Geflügel ist besonders sensibel

Bei falscher Handhabung kann gerade Geflügelfleisch eine Quelle für Infektionen sein. Hier ist besondere Sorgfalt geboten.

Hast du Geflügelfleisch eingefroren, achte beim Auftauen besonders darauf, das Auftauwasser regelmäßig abzugießen. Spüle das Fleisch anschließend ordentlich unter fließend kaltem Wasser ab und tupfe es mit einem Küchentuch trocken. Wasche alle Gefäße, die mit dem Geflügel in Verbindung gekommen sind, sorgfältig mit heißem Wasser und Spülmittel ab.

Ob Hühnchen, Ente oder Gans: Geflügel muss immer gut durchgegart sein, um einer Salmonellenvergiftung vorzubeugen. Mache während des Koches den Test und schneide das Fleisch an. Tritt eine rosa Flüssigkeit aus, ist das Geflügel innen noch roh. Beim Austreten klarer oder brauner Flüssigkeit ist das Geflügelfleisch gar.

Hackfleisch bietet viel Angriffsfläche

Rohes Hackfleisch gehört zu den empfindlichsten Lebensmitteln überhaupt. Es bietet Bakterien auf Grund der starken Zerkleinerung besonders gute Bedingungen zur Vermehrung. Deshalb gibt es für Hackfleisch sehr strenge Gesetzesvorschriften. So gilt für dieses Produkt auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei Hackfleisch greift das Verbrauchsdatum. Ist dieses erreicht, darf es nicht mehr verwendet werden.

Bereite das Hackfleisch möglichst noch am Einkaufstag zu. Entweder gleich verzehren oder einmal komplett durchbraten und im untersten Kühlschrankfach aufbewahren. Dort hält es sich so noch gut zwei Tage.

Wurst am Stück, scheibchenweise oder im Glas

Was für Fleisch gilt, ist auch für die Wurst nicht verkehrt. Angebrochene Gläser mit Kochwurst gehören genauso in den Kühlschrank wie Brüh- und Rohwurstaufschnitte. In der untersten Ebene (direkt über dem Gemüsefach) ist aufgeschnittene Wurst bis zu drei Tage haltbar. Bis zu sechs Tage halten sich Jagdwurst und Co. im Kühlschrank, wenn sie am Stück gekauft werden.

Ganze Rohwürste, wie Salami oder Schwarzwälder Schinken, können auch bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden; am besten bei luftig kühlen zehn bis 15 Grad Celsius.

Generell empfiehlt es sich, Wurst lieber häufiger in kleinen Mengen zu kaufen, um alles zeitnah verbrauchen zu können. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, sollten Wurstwaren nicht mehr gegessen werden.

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