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Welche Folgen hat das?

Wenn jeder von uns immer wieder das letzte Stück Fertigpizza, einen halben Joghurt oder eine runzlige Kartoffel wegwirft, kommen wir auf einen ansehnlichen Berg an Lebensmittelabfällen. Das kann nicht ohne Folgen bleiben. Welche Auswirkungen hat es, wenn wir so viel wegwerfen?

Auswirkungen auf die Umwelt

Unser Verhalten wirkt sich weitreichend auf die Umwelt aus: Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger, Energie für Ernte, Verarbeitung und Transport – jedes Lebensmittel braucht für seine Herstellung kostbare Ressourcen. Ressourcen, die wir mit jedem weggeworfenen Apfel oder Brot sinnlos verschwenden. So fließen allein 700 Liter Wasser, bis ein Kilo Äpfel geerntet ist. 1.000 Liter Wasser sind es, bis ein Kilogramm Brot entstanden ist. Für ein Kilogramm Käse sind es 5.000 Liter. Für die gleiche Menge Rindfleisch sogar über 15.000 Liter.

Das Bild zeigt einen Korb mit etwa zwanzig Äpfeln.
Mit jedem Kilogramm Äpfel werfen wir auch 700 Liter Wasser weg, die zur Produktion nötig waren. (c) Rainer Sturm/pixelio.de

Wir bezahlen sogar doppelt für unsere Verschwendung, indem wir auch für den Abtransport wiederum Energie verbrauchen. Lebensmittelabfälle, die sich nicht vermeiden lassen, sollten zudem möglichst sinnvoll weiterverwertet werden – etwa als Kompost oder zur Energieerzeugung in  Biogasanlagen.

Ethische und wirtschaftliche Folgen

Unsere Verschwendung hat auch ethische und wirtschaftliche Folgen: Während wir Lebensmittel sogar noch in Originalverpackung wegwerfen, hungert weltweit etwa eine Milliarde Menschen. Natürlich wird auch keiner von ihnen unmittelbar satt, wenn wir zu Hause mehr Achtsamkeit beim Umgang mit Lebensmitteln verwenden und den gekochten Reis weiterverwerten, statt ihn wegzuwerfen. Dennoch: In Anbetracht des Hungers in der Welt und aus Respekt vor unseren Mitmenschen und der Schöpfung sind wir geradezu verpflichtet, sorgsam mit unseren Lebensmitteln umzugehen. Außerdem trägt unser Verhalten tendenziell auch zur Verknappung und damit zur Steigerung der Preise für Lebensmittel bei.

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