Ehrenamtliche Personen in "Zu gut für die Tonne"-Kochschürzen schneiden Gemüse.
Aktionstag

Pforzheim rettet Lebensmittel

Quelle: BMEL/Ingo Hilger

Schmecken, hören, riechen und staunen: Die Zu gut für die Tonne!-Aktionstage in Pforzheim, die die Evangelische Jugend in ländlichen Räumen (ejl) organisiert hatte, waren ein Ereignis für die Sinne. Etliche Pforzheimer erlebten vergangenes Wochenende ein abwechslungsreiches Programm und retteten gemeinsam Lebensmittel.

Was kann ich mit matschigen Äpfeln machen? Und was tut eigentlich die Politik gegen Lebensmittelverschwendung? All das erfuhren die Besucher der Schlössle-Galerie in der Pforzheimer Innenstadt am vergangenen Freitag und Samstag. Dort hieß es nämlich: „Pforzheim rettet Lebensmittel!“

Unter diesem Motto begrüßten Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR), Dr. Hilde Neidhardt vom Dezernat Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung im Landratsamt Enzkreis, Dr. Marie-Luise Dittmar vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch ihre Gäste. In einer lebhaften Diskussion tauschten sie sich darüber aus, was die verschiedenen Behörden und Organisationen, aber auch Privatpersonen gegen Lebensmittelverschwendung tun können.

Dass Lebensmittel, die aus optischen Gründen oft weggeworfen werden, ganz und gar nicht in die Tonne, sondern auf den Teller gehören, bewies Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr. Er kochte aus krummem Gemüse, übriggebliebenem Brot und Früchten kreative Menüs und sorgte damit für ein besonderes Geschmackserlebnis bei den Besuchern. Die verwendeten Lebensmittel hatten die Teilnehmer der Lebensmittelretter-Tour am Vortag bei einem Bauernhof und einem vermarktenden Unternehmen aus der Region eingesammelt. Einige davon wären sonst weggeworfen worden.

Während der Show-Koch Alfred Fahr den Kochlöffel schwang, gab er den Pforzheimern hilfreiche Tipps, was sie aus ihren Lebensmittelresten noch alles machen können. Ideen zur Weiterverwertung brachte auch Dr. Karsten Schulz mit. Der Referent der ejl stellte unter anderem das Projekt „Marmelade für Alle!“ vor und setzte diesen Projekttitel auch gleich in die Tat um: Zusammen mit seinem Team und Alfred Fahr schnippelte er Äpfel, Mangos und Kiwis für eine fruchtige Marmelade.

In mehreren lebhaften Tischgesprächen diskutieren Fachleute aus Wissenschaft, Umweltbildung, Politik und Jugendarbeit über Möglichkeiten, Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren – von der Produktion über die Industrie und den Handel bis zum Privathaushalt. Die Moderatorin und Journalistin Gesa Grandt führte die Besucher durch die zwei Tage und hatte selbst noch den ein oder anderen Trick für weniger Abfälle in der Küche im Gepäck. Auch Musik-Fans kamen auf ihre Kosten: Die dreiköpfige Band The Acoustics sorgte mit eingängigen Popsongs für eine entspannte und gesellige Atmosphäre.

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