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02.05.2018 | Termine, Meldungen

Tag der Lebensmittelverschwendung

Am 2. Mai ist der Tag der Lebensmittelverschwendung. 2016 wurde dieser Tag symbolisch vom WWF zum „Tag der Lebensmittelverschwendung“ erklärt. Anlässlich des heutigen Tages gegen Lebensmittelverschwendung gibt es hier eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Termine und Aktionen in den Bundesländern.

Deutschland engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung: Von kleinen Initiativen, die sich tagtäglich in der Nachbarschaft, im Umkreis oder auch im eigenen Betrieb engagieren, bis hin zu großen Unternehmen. Und diese Projekte werden gesehen: Im April hat das BMEL unter Bundesministerin Julia Klöckner zum dritten Mal den Bundespreis für besonderes Engagement gegen Lebensmittelverschwendung in den Kategorien Produktion, Handel, Gastronomie, Gesellschaft und Bildung sowie zusätzlich drei Förderpreise verliehen.

Schleswig-Holstein

Am 2. Mai beginnt in Schleswig-Holstein der „Markt der Nachhaltigkeit“. Dazu treffen sich am Rathausplatz in Meldorf der Schirmherr TV Koch Dirk Luther, der Geschäftsführer von hoelp Martin Meers und Gerhard Wiekhorst sowie Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) Dirk Sopha. Beim „Markt der Nachhaltigkeit“ finden Unternehmen, Vereine, Verbände und andere Institutionen, wie Schulen und Kindergärten sich unter einem wechselnden Leitthema zusammen, um regional als Multiplikatoren im Sinne des Nachhaltigkeitsdreiecks ökologische, ökonomische und soziale Kriterien zu vermitteln.
Am 15. Juni findet von 9 bis 12:30 Uhr im Rahmen des Marktes der Nachhaltigkeit auf dem Rathausplatz in Meldorf ein Workshop zum Thema „Nahrung verwenden – statt verschwenden“ statt. Die örtlichen Schulen und Kindergärten, aber auch Unternehmen, Vereine, Verbände und andere Institutionen thematisieren Lebensmittelverschwendung an Marktständen und auf der Bühne. Weitere Informationen unter www.markt-der-nachhaltigkeit.de.
Am 2. und 9. Juni finden Kunden im REWE in Meldorf und im EDEKA Maron Informationsstände zum Thema Lebensmittelverschwendung. Weiterhin werden haltbare Lebensmittel für die Tafeln in Dithmarschen gesammelt.

Niedersachsen

Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz plant für den 7. November den Aktionstag „Lebensmittelwertschätzung“. Hier soll eine lebendige Kochaktion mit Ministerin Barbara Otte-Kinast und Schülerinnen und Schülern in einer ausgewählten Ganztagsschule über das Thema Lebensmittelwertschätzung aufmerksam machen. Weitere Informationen folgen auf der Homepage.

Hamburg

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Hafenstadt Hamburg widmet sich dem Thema Lebensmittelverschwendung über zwei Wege: Zum einen werden im Rahmen eines runden Tisches auf institutioneller Ebene mit Vereinen, Behörden, Unternehmen und der Verbraucherschutzzentrale Ideen und Kooperationen ausgetauscht. Zum anderen sollen auch Verbraucher dieses Jahr wieder in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion für das Thema sensibilisiert werden.

Brandenburg

Auch in Brandenburg gelangt das Thema auf den Tisch. Ein runder Tisch ist derzeit noch in Planung.

Berlin

 Eine zukunftsfähige, regional gedachte Berliner Ernährungsstrategie wird in 2018 erarbeitet. Sie soll auf den Erkenntnissen des Forums für gutes Essen und des Berliner Ernährungsrates fußen. Derzeit werden verschiedene Argumente, Ansichten und Denkanstöße mit Bezug zur öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung koordiniert und diskutiert. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Arbeit von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus Berlin und Brandenburg. Diesem dynamischen Prozess wird die Erarbeitung eines Aktionsplanes mit konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie folgen.
Als zweites großes Projekt wird Ist-Zustandes in der Gemeinschaftsverpflegung Berlins durch einen Dienstleister analysiert. Hier soll die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Modellprojektes in Anlehnung an das Kopenhagener „House of Food“ zeigen, dass die Erhöhung des Anteils von regional, saisonal und/oder ökologisch erzeugten Produkten in der Speiseplangestaltung ohne signifikante Preiserhöhungen möglich ist.

Nordrhein-Westfalen

Was sind Verbraucher bereit zu tun, um im Alltag Lebensmittelabfälle zu vermeiden? Dies wollte das Projekt MehrWert NRW wissen und hat daher das Meinungsforschungsinstitut YouGov beauftragt, eine repräsentative Befragung zum Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ durchzuführen. Das Ergebnis finden Sie hier.
Weitere Ergebnisse der Befragung werden auf der Tagung „Lebensmittel wertschätzen – vom Acker bis zum Teller“ am 7. Juni 2018 in Düsseldorf vorgestellt. Das Programm und ein Online-Anmeldeformular gibt es unter www.mehrwert.nrw/tagung.

Am 4. Juli findet der achte runde Tisch „Neue Wertschätzung für Lebensmittel“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW statt.

Im Rahmen des Aktionsmodul "Superfoods  ̶  gibt‘s auch aus NRW“ informiert das Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale NRW über heimische Superfoods und klärt über Vorteile regionaler Produkte auf.
Die nächsten Termine sind:
10. Mai: Fair Flair, Mülheim an der Ruhr
26. bis 27. Mai: Stadtfest, Olpe.
5. bis 6. Juni: Frühlingsmarkt, Kamen
6. Juni: Dortbunt, Dortmund

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und das Internationale Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg haben im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) eine Studie zu Lebensmittelverlusten von Obst, Gemüse und Kartoffeln „zwischen Feld und Ladentheke“ durchgeführt. Nähere Informationen und die Ergebnisse finden Sie hier.  

Hessen

Das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vermittelt die Wertschätzung von Lebensmitteln schon bei den Kleinen: Im schulischen und außerschulischen Rahmen der Projekte „Bauernhof als Klassenzimmer“ und dem Bausteinkonzept „Werkstatt Ernährung“. Im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung läuft das Pilotprojekt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen „Kulinarisch nachhaltig: Essen in Hessen“ gemeinsam mit dem WWF und der DBU. 

Am heutigem Tag, Mittwoch, den 2. Mai 2018, startet unter dem Hashtag #FoodWasteChallenge eine gemeinsame Aktion des Ministeriums, des DHB-Netzwerk Haushaltes, der Verbraucher Initiative e.V., United against Waste und Nestlé Deutschland. Über soziale Netzwerke werden verschiedenste Ideen entlang der Wertschöpfungskette vorgestellt. Hier weitere Informationen

Thüringen

Am 2. Mai von 15 bis 17 Uhr trifft sich die Initiative „Foodsharing Jena“ und die Inhaberin des Unverpackt-Ladens Jena zu einem Gespräch über aktuelle Entwicklungen bei den Projekten zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Hier wird auch Dieter Lauinger, der Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, anwesend sein

Rheinland-Pfalz

 Die Kampagne „Rheinland-Pfalz isst besser“ soll das Bewusstsein für gute Lebensmittel und die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit und Umwelt schärfen. Im Rahmen der Dialogreihe „Lebensmittel mehr wertschätzen – Lebensmittelverluste verringern“ sollen konkrete Verhaltensänderungen mit allen Akteuren erreicht werden. 

In dem Schulprojekt „Ernährung nachhaltig gestalten - Was ist unser Essen wert?“ werden aktuell 30 Klassen von Profi-Köchen im Rahmen von Praxistagen geschult. Durch gemeinsames Kochen wird die Wertschätzung von Lebensmitteln praxisnah vermittelt.

Außerdem hat das Ernährungsministerium den „Kochbus“ vor fast fünf Jahren erstmals auf Fahrt durch Rheinland-Pfalz geschickt. Beim gemeinsamen Kochen und Essen kommen Menschen aller Altersgruppen ins Gespräch über den Wert von Lebensmitteln, deren Herkunft und über gesunde Ernährung allgemein. Seit 2013 war der Kochbus nun schon über 200 Mal an Schulen oder Kitas, in Senioreneinrichtungen, auf Märkten oder in Betrieben im Einsatz. Am Donnerstag, den 3. Mai 2018, weiht Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken den neuen Kochbus ein. Ein absenkbarer Anhänger verwandelt sich nun in wenigen Handgriffen in eine Küche mit professioneller Ausrüstung.

Saarland

Das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz veranstaltete vom 16. – 21. April eine Aktionswoche gegen Lebensmittelverluste. Im Einzelhandel wurden an sechs Tagen an wechselnden Standorten Informationsstände der SaarLandFrauen aufgebaut um Interessierte mit einem Quiz sowie Informationsmaterial für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren.
Der nächste Runde Tisch mit dem Ministerium, Handelsvertretern, Verbänden wie Industrie- und Handelskammer und Verbraucherzentrale sowie Herstellern wird am 3. Mai stattfinden.

Baden-Württemberg

Zusammen mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Broschüre „Gut zu wissen - Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln“ herausgebracht. Sie informiert kompakt und leicht verständlich über Hintergründe und Folgen von Lebensmittelverschwendung und gibt zahlreiche Tipps zu nachhaltigem Einkauf, der optimalen Lagerung, zum Haltbarmachen von Lebensmitteln und zur Resteverwertung. Die Broschüre kann kostenlos im HeldeN!-Shop der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg heruntergeladen oder bestellt werden. 
Gemeinsam mit dem Handelsverband Baden-Württemberg hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz einen Runden Tisch mit Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels ins Leben gerufen. Dieser bildet die Basis für Austausch und Kooperationen. Die nächste Sitzung ist für den Frühsommer geplant. Bei persönlichen Besuchen in Betrieben des Lebensmitteleinzelhandels informierte sich Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bereits über die Aktivitäten des Handels zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten.
Auch bereits der Nachwuchs im Lebensmitteleinzelhandel soll bewusst mit dem Thema Lebensmittelverschwendung in Kontakt kommen und ein Gespür für die Relevanz der Reduzierung von Lebensmittelverlusten entwickeln. Studierende des Studiengangs Food Management der Dualen Hochschule (DHBW) Heilbronn bearbeiten daher verschiedene Themenbereiche im Kontext von Lebensmittelhandel und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Dabei geht es sowohl um Hürden und Herausforderungen als auch um bestehende Best Practice-Beispiele, innovative Ideen sowie Meinung und Verhalten der Kundinnen und Kunden. Die Auftaktveranstaltung für dieses Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fand am 21. Februar 2018 statt. Unterstützt wird die Zusammenarbeit vom Handelsverband Baden-Württemberg.

Bayern

Am 4. Mai wird ein Journalisten-Workshop zum Thema „Mythen & Fakten in der Ernährung“ stattfinden. Im Fokus des Journalisten-Workshops 2018 steht das Thema Lebensmittelverschwendung: Das Team vom KErn möchten den Journalisten vermitteln, wie sich Mythen im Themengebiet Lebensmittelverschwendung von Fakten unterscheiden lassen und wie sie gezielt Mittel des Storytellings für eine emotionale Ansprache einsetzen können.
Am 16. Mai findet der Fachkongress „Lebensmittel retten 4.0 - innovative Verfahren zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten“ statt.

Im Frühjahr 2017 ist das Projekt „Zerstörungsfreie Messmethode zur schnellen Qualitätsbewertung und Haltbarkeitsabschätzung von Lebensmitteln mithilfe von Food-Scannern“ gestartet. Es forciert die Entwicklung einer Methode zur einfachen und schnellen Messung der Qualität und Haltbarkeit von ausgewählten (abgepackten) Lebensmitteln. Das entwickelte Modell soll Händlern und Konsumenten eine bessere Orientierung ermöglichen, zu welchem Zeitpunkt genau ein Lebensmittel noch verzehrfähig ist. Finanziert wird das Projekt durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

Im Sommer wird es das erstes bayerisches Symposium gegen Lebensmittelverschwendung „Du bist was du aufisst!" geben. Weitere Informationen folgen.

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