Gebratene Würstchen auf dem Grill
Pressemitteilung

Mit Genuss durch die Grillsaison

Quelle: Fotolia/Alexander Raths

Der Sommer ist da und mit ihm die ideale Zeit für lange Grillabende im Park, auf dem Balkon oder im eigenen Garten. Neben Mais, Zucchini oder Paprika dürfen bei vielen ein saftiges Steak oder eine knusprige Bratwurst nicht fehlen. Doch Fleischprodukte können leicht verderben. Damit der Grillabend auch wirklich ein Genuss wird, hat die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Tipps für den Kauf, das Lagern und das Zubereiten von Fleisch zusammengestellt.

Hochwertige Produkte wählen

Wer Qualität und Beratung möchte, sollte sein Fleisch beim Metzger kaufen. Frisches Fleisch lässt sich unter anderem an seinem milden Geruch und an seiner Farbe erkennen. Letztere ist umso dunkler, je älter ein Tier war – aber niemals gräulich. Frisches Rindfleisch ist dunkelrot, Geflügel zartrosa, Lammfleisch hellrot und Schweinefleisch rosa.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Oberfläche. Sie sollte glatt und frei von Druckstellen sein. Vorsicht ist bei blassem, weichem, schmierigem oder nässendem Fleisch geboten. Austretendes Wasser kann zum Beispiel ein Zeichen für vorheriges Auftauen sein. Zum Grillen eignet sich außerdem besonders marmoriertes Fleisch – also solches mit einem hohen Fettanteil. Es schmeckt intensiver und zarter als die mageren Varianten. Bei bereits marinierten Produkten ist die Frische und Qualität des Fleisches nicht mehr gut zu erkennen, außerdem enthalten Marinaden oft Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker.

Fleisch richtig aufbewahren

Bei Fleisch darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden, da sich Mikroorganismen auf der Oberfläche des Fleisches bei warmen Temperaturen schnell vermehren können. Das Fleisch also nach dem Einkauf in Kühltaschen nach Hause transportieren. Zu Hause gehört es ohne Umwege in den Kühlschrank. Der richtige Ort zum Aufbewahren ist über dem Gemüsefach. Dort herrschen zwischen zwei und vier Grad Celsius und Mikroorganismen vermehren sich langsamer. Lagere die verschiedenen Fleischsorten im Kühlschrank getrennt voneinander. Eingeschweißte Produkte sollten vor der Zubereitung auf dem Grill aus der Verpackung herausgenommen werden und etwaiges Kondenswasser mit einem Papiertuch abgetrocknet werden.

Haltbarkeit beachten

Sollte das Fleisch nicht am Tag des Verzehrs gekauft werden, ist die Haltbarkeit der unterschiedlichen Fleischsorten entscheidend. Mit bis zu vier Tagen halten sich frische Bratwürste und Steaks am längsten. Geflügel ist maximal zwei Tage haltbar, frische Spieße etwa einen Tag. Hackfleisch sollte noch am Tag des Kaufs zubereitet werden.

 

Für frisches Fleisch gilt das Verbrauchsdatum. Anders als beim Mindesthaltbarkeitsdatum dürfen die Produkte nach dessen Ablauf des Verbrauchsdatums nicht mehr verzehrt werden. Zwar ändert verdorbenes Fleisch meist Farbe, Konsistenz und Geruch, doch nicht jeder Verderb ist erkennbar – zum Beispiel, wenn Schimmelpilze oder krankmachende Bakterien im Spiel sind. Solange die Kühlkette eingehalten wurde und das Verbrauchsdatum nicht überschritten wurde, ist man auf der sicheren Seite.

Fleisch richtig zubereiten

Damit sich Mikroorganismen nicht ausbreiten und die Gesundheit gefährden, muss bei der Zubereitung besonders auf die Hygiene geachtet werden:

- Hände sollten vor dem Kochen und nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich mit Seife gewaschen werden.

- Rohes Fleisch nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen lassen – besonders nicht mit solchen, die nicht erhitzt werden.

- Fleisch nicht abwaschen. Durch das Spritzwasser könnten Keime auf andere Gegenstände in der Küche übertragen werden. 

- Arbeitsfläche und Küchengeräte mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen.

- Unterschiedliche Grillzangen für rohes und gegrilltes Fleisch benutzen.

- Fleisch so zubereiten, dass im Inneren mindestens eine Temperatur zwischen 70 und 80 Grad erreicht wird. Hitzeempfindliche Bakterien werden so abgetötet.

Grillen auf der Alu-Schale

Beim Grillen in einer Aluminiumschale oder auf Alufolie kann das Fett nicht in die Glut tropfen. Andererseits kann die Säure aus der Marinade und dem Salz die Alufolie angreifen und Aluminiumionen herauslösen, die dann ins Grillgut gelangen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, dass saure oder salzhaltige Lebensmittel nicht mit Aluminium in Kontakt kommen sollen. Beim Grillen von Fleisch ist der Gebrauch von Aluminiumschalen vertretbar, wenn erst am Ende des Garens gewürzt oder gesalzen wird. Aluminiumschalen sollten auch nicht mehrfach verwendet werden.

Nach dem Grillen

Sollte Fleisch am Ende des Abends übrigbleiben, müssen die Reste nicht entsorgt werden. Gut durchgegart sind sie noch zwei bis drei Tage im Kühlschrank haltbar und lassen sich auf belegten Brötchen oder für einen Salat wiederverwerten.