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25.09.2018 | Schon gewusst?

Sommer im Glas – Einwecken, Einmachen, Einlegen

Der Hamburger Foodblogger Herr Grün erklärt, warum Einwecken im Trend liegt und worauf es dabei ankommt.
(c) ojl – Adobe Stock

Die Zeit der heimischen Sommerfrüchte neigt sich langsam dem Ende zu. Wer jetzt noch Beeren, Birnen und Kirschen übrig hat, kann sie für die kalte Jahreszeit haltbar machen und sich so etwas Sommer im Glas bewahren. Einwecken, Einmachen und Einlegen liegen voll im Trend und sind eine gute Möglichkeit, Obst und Gemüse vor dem Abfalleimer zu bewahren. Wir fragen Herrn Grün, Foodblooger aus Hamburg, wieso er gern einweckt und welche Tipps er uns geben kann.

Warum liegt das Einwecken gerade so im Trend, wo es doch jederzeit frisches Obst und Gemüse im Supermarkt gibt?

Herr Grün: Einwecken ist eine unheimlich tolle Erfindung der Menschen, die zudem viel Spaß macht. Man beschäftigt sich mit den Zutaten und lernt viel über sie.
So weckt man am Ende des Sommers ein und öffnet in den Wintermonaten das eigene 'Produkt' – das ist herrlich und erfährt deshalb auch wieder eine Renaissance.
Das selbst Eingeweckte kann man mit  Etiketten versehen und verschenken.
Es spricht so viel für‘s Einwecken. Ich bin ein großer Fan und probiere im Kochlabor ständig Neues aus. Die Möglichkeiten sind ja unendlich.
In puncto Eingewecktes versus Obst und Gemüse aus dem Supermarkt geht der Punkt also ganz klar an das Eingeweckte.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingseinweckrezept?

Herr Grün: Ach, das ist schwer zu sagen. Es gibt so viele tolle Rezepte. Eingelegte Saure Gurken, Puszta Salat und eingelegte Tomaten mit frischem Thymian.
Was ich besonders toll finde: in Öl eingelegte Antipasti mit Zucchini, Auberginen, Knoblauchzehen, roter Peperoni, Kräuter und etwas Essig.
Wenn ich eines der Gläser im Winter öffne, fallen mir immer all die vielen wunderschönen Sommertage ein.

Worauf ist beim Einwecken zu achten? Welche Tipps können Sie uns geben?

Herr Grün: Auf jeden Fall sollte man nur gute und saisonale Zutaten verwenden. Kleine Aroma-Unstimmigkeiten entwickeln eingeweckt größere Geschmacksverstimmungen. Dann kann es passieren, dass man später das ganze Glas nicht verwenden kann.
Ansonsten sollte man sich sehr penibel an das Einweckprozedere halten und auf Sauberkeit in der Küche achten, damit beispielsweise Keime, Bakterien und Sporen keine Chance haben.
Mut und Experimentierfreudigkeit lohnen sich auf jeden Fall. Also ran an Obst und Gemüse und viel Spaß beim Ausprobieren.

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