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20.07.2018 | Meldungen

Integrativ, ertragreich, wertschätzend – Tafel-Acker feiert einjähriges Bestehen

Von Mangold, über Kartoffeln, bis hin zu Paprika, Bohnen und Gurken: All das wächst auf dem Tafel-Acker in Weilheim, einem Projekt der Tafeln Deutschland e.V. Es fördert gleichzeitig die Integration von Geflüchteten und die Wertschätzung von Lebensmitteln. Von den Erfolgen überzeugte sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Hans-Joachim Fuchtel am 19. Juli. Zu gut für die Tonne! unterstützt das Projekt.
(c) Tafeln Deutschland e.V.

Seit April 2017 engagieren sich auf dem Weilheimer Acker des Landwirtes Kleinhans sieben Familien, die in der bayerischen Kreisstadt Zuflucht gefunden haben. Zusammen mit Ehrenamtlichen der Weilheimer Tafel hegen und pflegen sie die angebauten Pflanzen. Fuchtel zeigte sich bei seinem Besuch begeistert vom Einsatz der Freiwilligen: „Gemeinsam ackern schafft Zusammenhalt und gute und gesunde Lebensmittel. Das zeigt das Projekt Tafel-Acker hier in Weilheim als gutes Beispiel für gelebte Solidarität. Hier zeigt sich, wie Integration gelingen kann. Die Tafeln in Deutschland insgesamt sind in all ihrer Vielfältigkeit ein herausragendes Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement.“

Über den integrativen Ansatz hinaus, kommt der Tafel-Acker weiteren bedürftigen Menschen zu Gute. Denn die Ernte teilen sich die Geflüchteten mit anderen Tafel-Kunden. Mehr als 100 Kilogramm Gemüse konnten sie seit Projektstart bereits weitergeben – statt Hilfeempfangende sind die syrischen Familien nun auch Lebensmittelspendende.
Neben dem Acker gehört eine Imkerei auf einem Grundstück der Weilheimer Stadtwerke zu dem Projekt. Die derzeit vier Bienenvölker werden von einem Syrer betreut, der in seiner Heimat ehemals rund 60 Bienenvölker gepflegt hatte und damit viel Erfahrung in das Projekt miteinfließen lässt. In diesem Jahr produzierten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer dank seines Know-Hows bereits 80 Kilogramm Honig.

Auch über die Wintermonate waren die Freiwilligen fleißig: Sie trugen ihre syrischen und bayerischen Rezeptideen zusammen, kombinierten diese mit ihren Erfahrungen aus dem Gemüseanbau und kreierten daraus neue Rezepte. Das so entstandene Kochbuch stellten Sie bei den Feierlichkeiten mit dem Parlamentarischen Staatssektretär Fuchtel, zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Weilheim sowie der Tafel vor.

Das Projekt Tafel-Acker ist eines von insgesamt zwölf geförderten HeimatTafel-Projekten, die die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden bei den Tafeln Deutschland e.V. fördern. Über einen Zeitraum von drei Jahren erhält Tafel Deutschland e.V. dafür finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).  

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