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24.05.2018 | Meldungen, Beispielhaft

Das Knödelkonzept

Was nicht rechtzeitig vor Ladenschluss verkauft wird, landet im Müll. In Deutschland gilt das für mehrere Hundert Tonnen Brot jährlich. Um die Lebensmittelverschwendung in der eigenen Backstube möglichst gering zu halten, hat die saarländische Bäckerei Lenert – in Kooperation mit den zwei Produktentwicklern Markus Felchner und Udo Rössel – ein Konzept zur Weiterverarbeitung von verschiedensten Broten und Brötchen entwickelt.
(c) Syga Back

Mit einem speziell auf die Infrastruktur von Bäckereien zugeschnittenen Konzept entstand ein völlig neues Produkt: ein Semmelknödel in Scheibenform aus dem Bäcker-Backofen. Diesen fertigt die Bäckerei mit mehreren Filialen im Saarland aus den nicht verkauften Backwaren an.

Mit den in der Bäckerei vorhandenen Produktionsbedingungen wird der Knödel schonend im Ofen gegart. So kann überall, wo Brot nicht verkauft wird ein neues Produkt entstehen. Die Bäckerinnen und Bäcker verzichten dabei komplett auf Wasser, wodurch die Knödelscheibe einen unverwechselbaren Geschmack erhält. Die Produktion des Knödels ist aber nicht nur nachhaltig, sondern hat für die Kundinnen und Kunden der Bäckerei auch den Vorteil, dass er bereits nach einer Minute in der Pfanne verzehrfähig ist.

Egal ob Weißbrot, Baguette, Graubrot oder Laugengebäck – unterschiedliche Varianten des Knödels machen eine Weiterverarbeitung des nahezu gesamten Backsortiments möglich. Selbst süßes Gebäck, wie Hefezöpfe oder ungefüllte Berliner finden einen neuen Weg auf den Teller der Kundschaft.

Und sogar das Snackangebot der Bäckerei konnte die Knödelidee ergänzen: Für den Hunger unterwegs fertigt die Bäckerei Semmelknödel-Sandwichs an. Die Zwischenmahlzeit besteht aus zwei warmen Semmelknödelscheiben, einer Scheibe warmem Fleischkäse, Kraut und einem Süßsenf-Dip. Ein weiteres Beispiel dafür, wieviel Potential in der Weiterverarbeitung von unverkauften Lebensmitteln steckt.

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