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04.07.2018 | Meldungen, Schwerpunkt

Coole Tipps für heiße Tage: So schützt du Lebensmittel vor Hitze

Die Sonne strahlt, die Temperatur steigt: Auf zum Picknick an den See! Doch oje: Das kürzlich gekaufte Brot ist schon schimmelig und die Birnen weich und fleckig. Sommerhitze und schwüle Gewitterluft setzen unseren Lebensmitteln schnell zu. Wir verraten, wie du deine Lebensmittel vor Hitze schützen kannst und auf welche Speisen du beim Picknick besser verzichten solltest.
© Thaut Images - AdobeStock

Hitze lässt Lebensmittel schnell alt aussehen

Das Thermometer knackt die 30-Grad-Marke und für den Abend sind Sommergewitter angesagt – beste Voraussetzungen für Mikroorganismen. Sie vermehren sich bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut.  Das ist nicht ganz ungefährlich: Denn vor allem in rohem Fleisch oder Fisch, Milchprodukten und Speisen, die mit rohem Ei zubereitet sind, können sich bei unzureichender Kühlung Krankheitserreger entwickeln. 
Früchte, Milchprodukte oder Backwaren, die bei warmen Sommertemperaturen falsch gelagert werden, haben eine kürzere Haltbarkeit und verderben schneller. Sogar Trockenlebensmittel wie Nudeln, Grieß oder Mehl sind hitzeempfindlich und neigen bei Lagertemperaturen von über 20 Grad zur Keim- und Schimmelbildung.
Bevor du Lebensmittel, die länger in der Wärme gestanden haben, aber vorschnell entsorgst, prüfe sie mit deinen Sinnen: Geruch, Aussehen und Geschmack verraten dir, ob sie noch gut sind.

Lieber weniger einkaufen und Kühlkette einhalten

Verzichte bei hochsommerlichen Temperaturen auf Großeinkäufe, damit du Lebensmittel nicht zu lange lagern musst. Kaufe besser kleine Mengen, die schnell verbraucht werden, bevor sie unter Hitzeeinfluss verderben. Auch wenn du alles in die Kühlung packst: Bedenke, dass auch die Temperatur im Kühl- und Gefrierschrankschrank mit zunehmender Menge an Lebensmitteln steigt. Kaufe also immer nur so viel ein, dass Kühlprodukte mit genug Platz zueinander gelagert werden können.
Kühlung ist überhaupt das Stichwort beim Sommereinkauf. Bestens gewappnet bist du mit einer Isoliertasche. Schon während deiner Runden durch den Supermarkt kannst du darauf achten, die Kühlkette einzuhalten. Am besten ist es, Milchprodukte, Fleisch, Tiefkühlkost und alle hitzeempfindlichen Produkte ganz zum Schluss in den Einkaufswagen zu legen. So können nach dem Bezahlen die Lebensmittel schnell in die Kühltasche und zu Hause in den Gefrier- oder Kühlschrank wandern.
Vermeide es, deine Einkäufe länger im Auto liegen zu lassen: In Kühlprodukten können sich bei hohen Außentemperaturen krankheitserregende Keime in kürzester Zeit vermehren. 

Bei Gewitterluft schnell verbrauchen oder ab ins Kühlfach

Auch wenn es in deiner Küche noch angenehm kühl ist, Gewitterluft macht es deinen Lebensmitteln schwer.
Bei schwülem Wetter trifft die Faustregel „Heimisches Obst mag es kühl, exotisches Obst mag es wärmer“ leider nicht ganz zu. Die meisten Obst- und Gemüsesorten halten sich nun am besten im Kühlschrank. Trauben, Himbeeren und Kirschen sowie Blattgemüse, Salate, Möhren und Spargel, aber auch die Exoten, wie Avocado und Kiwi solltest du bei den sommerlichen Temperaturen besser kühl lagern. Aubergine und Zucchini sowie wasserhaltiges Gemüse wie Gurke, Paprika und Tomate gehören normalerweise nicht in die Kühlung. Wenn die Temperaturen allerdings in die Höhe klettern, sollten diese Lebensmittel ebenfalls gekühlt werden. Dies gilt auch für Obst: Banane, Melone, Mango, Orange, Äpfel und Zitrusfrüchte gehören dann in den Kühlschrank. Außerdem solltest du sie innerhalb von drei Tagen verbrauchen. Kartoffel, Knoblauch und Zwiebeln lagerst du am besten auch bei warmen Temperaturen in einem kühlen und gut gelüfteten Kellerraum. So vermeidest du gleichzeitig Fruchtfliegen. Um möglichst wenig Lebensmittel wegzuwerfen, sind eine gute Planung und häufige kleine Einkäufe im Sommer besonders wichtig.

Brot und Gebäck solltest du bei schwülwarmen Temperaturen kurzzeitig im Kühlschrank aufbewahren. In der Kühlung sind Backwaren zwar besser vor Schimmel geschützt, werden dort aber auch schnell altbacken und verlieren an Geschmack. Daher gehört Brot  normalerweise in den Brotkasten. Wenn du diesen ein- bis zweimal pro Woche mit Essigwasser reinigst, hat Schimmel kaum eine Chance. Außerdem hält Brot länger, wenn du es als ganzen Laib kaufst. Schnittbrot hat eine größere Angriffsfläche für Schimmelpilze. Du möchtest nicht aufvorgeschnittenes Brot verzichten? Dann friere einzelne Scheiben ein und taue sie nach Bedarf auf.
Milch wird bei Gewitter sauer. So besagt es eine alte Bauernregel. Das stimmt allerdings nur so lange Milchprodukte der schwülen Luft direkt ausgesetzt sind. Im mittleren Kühlschrankfach aufbewahrt, sind Vollmilch, Sahne, Quark oder Joghurt vor Gewitterluft bestens geschützt.

Leicht Verderbliches vom Picknick ausschließen

Kühlung ist auch das A und O beim Sommerpicknick. Schütze deine Lebensmittel am See oder im Park mit Kühlbox und zusätzlichen Kühlakkus.
Leicht Verderbliches solltest du der Sonne besser nicht aussetzen. In Gerichten, die rohe Lebensmittel enthalten oder nicht vollständig durchgegart sind, können sich bei Wärme krankmachende Bakterien schnell vermehren. Streiche daher besser Carpaccio, Mett, Lachs, Mayonnaise und Tiramisu von deiner Picknick-Liste.
Ob zu Haus am Herd oder vor Ort auf dem Grill: Achte beim Zubereiten von Fisch und Fleisch, wie Frikadellen darauf, dass sie mindestens zwei Minuten bei über 70 Grad durchgebraten werden. Das gilt auch für Bratwurst und Steak auf dem Rost. Bei hohen Gartemperaturen werden Bakterien und Keime in Fleisch und Fisch zerstört.

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