Projekte aus der Praxis

Quelle: BMEL

Ob neue Produktideen, Startups oder Vereine und Initiativen – die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Lebensmittelabfälle und -verluste auf ganz unterschiedliche Weise reduziert werden können. Über die Filteroptionen werden die verschiedenen Projekte aus ganz Deutschland angezeigt.

Das Team von etepetete sorgt dafür, dass Obst und Gemüse, das von Supermärkten aussortiert wurde, eine zweite Chance bekommt. Mit seinen „Retterboxen“ hat das Münchener Unternehmen eine Absatzmöglichkeit für extravagant aussehendes Bio-Obst und -Gemüse geschaffen.

Kategorie

Handel

Produktion

Wo

Bayern

Wirkungsfeld

bundesweit

Wer

etepetete GmbH
 

Das Team von etepetete sorgt dafür, dass Obst und Gemüse, das von Supermärkten aussortiert wurde, eine zweite Chance bekommt. Mit seinen „Retterboxen“ hat das Münchener Unternehmen eine Absatzmöglichkeit für extravagant aussehendes Bio-Obst und -Gemüse geschaffen.

etepetete – natürlich gewachsenes Obst und Gemüse
Herausforderung und Problematik

Um herauszufinden, wie viel Obst und Gemüse auf den Feldern rund um München liegen bleibt, besuchten die Etepetete-Gründer Carsten Wille, Christopher Hallhuber und Georg Lindermair anfänglich Bio-Bauernhöfe in ihrer Nähe und fanden so die ersten Partner.
Eine große Herausforderung sehen die Initiatoren von etepetete darin, die Akzeptanz für krummes Obst und Gemüse bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu fördern und zu vermitteln, dass die Optik keinen Einfluss auf Geschmack und Qualität hat. Nur wenige kennen die optische Variabilität von natürlich gewachsenem Obst und Gemüse, da konventionelle Supermarktware vor allem nach optischen Kriterien ausgewählt wird.

Umsetzung und Maßnahmen

Das Konzept von etepetete beruht auf einem engen Kontakt zu den landwirtschaftlichen Partnerbetrieben, von denen das Unternehmen je nach Saison und Verfügbarkeit das Obst und Gemüse bezieht. 
Dadurch, dass etepetete direkt beim Erzeuger kauft und ihnen auch krummes Obst und Gemüse abnimmt, müssen diese fast nichts mehr wegwerfen. Außerdem sparen sich die Landwirtinnen und Landwirte teilweise gleich mehrere Arbeitsschritte: Nicht nur das Vorsortieren der Produkte entfällt, sondern auch Maßnahmen, das Obst und Gemüse vor jeglichen optischen Beeinträchtigungen zu schützen, erübrigen sich. So wird beim Anbau von Fenchel beispielsweise häufig Plastikfolie über die Plantage gespannt, um dunkle Flecken auf dem Gemüse zu verhindern. Weil etepetete das Gemüse auch mit den harmlosen Flecken kauft, können die Partnerbetriebe die Folien weglassen und auf diese Weise zusätzlich Energie einsparen und Abfall verhindern.
Obwohl Carsten Wille und seine Kollegen die meisten Sorten direkt vom Hof bekommen, greifen sie besonders in den Wintermonaten auf Händler zurück.
 

Erfolge und Einsparungen

Seit dem Start in 2015 hat etepetete mehr als 1,3 Millionen Kilogramm Obst und Gemüse vor dem Wegwerfen bewahrt. Aus dem zu Beginn noch dreiköpfigen Team sind auch mit Hilfe einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne, inzwischen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworden. Anfangs diente eine Garage als Packhalle, darauf folgte eine Zwischenlösung und seit Herbst 2017 packt das Unternehmen am Münchner Großmarkt in einer eigenen Lagerhalle – ein Beweis, dass auch krummes Obst und Gemüse gerne gekauft und gegessen wird.
 


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