Projekte aus der Praxis

Quelle: BMEL

Ob neue Produktideen, Startups oder Vereine und Initiativen – die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Lebensmittelabfälle und -verluste auf ganz unterschiedliche Weise reduziert werden können. Über die Filteroptionen werden die verschiedenen Projekte aus ganz Deutschland angezeigt.

Seit der Gründung 1999 engagiert sich die BIO COMPANY gegen Lebensmittelverschwendung.

Kategorie

Handel

Wirkungsfeld

landesweit

Wo

Berlin

Wer

BIO COMPANY GmbH

Ansprechpartner
Sascha Rieth

Seit der Gründung 1999 engagiert sich die BIO COMPANY gegen Lebensmittelverschwendung.

BIO COMPANY
Herausforderung und Problematik

Akzeptierten Verbraucher in den frühen Bio-Jahren noch häufiger nicht perfekte Waren im Obst- und Gemüsebereich, achten die Menschen heute sehr viel mehr auf optisch ansprechende Ware und Frische. Es fallen daher Lebensmittel an, die verzehrfähig und im Grunde noch in Ordnung sind, aber dennoch nicht mehr verkaufsfähig, weil sie evtl. kleine Stellen aufweisen, nicht so schön aussehen und deswegen liegen gelassen werden. Viele Lebensmittelhändler werfen diese Waren weg, obwohl sie kein Müll sind.
 

Umsetzung und Maßnahmen

"Bei der BIO COMPANY wird die Reduzierung dieser Lebensmittelabfälle wie folgt erreicht: 

- Optimierung von Bestellpolitik und –Prozess sowie der Kommunikation
- kurze Transportwege (Regionalität)
- Mehrstufen-System: Preisreduzierung von Waren zum Ende des MHD bspw. mit 20 Prozent oder 50 Prozent vom Verkaufspreis; Backwarenangebote vom Vortag; Abgabe von nicht verkaufsfähiger Ware an Mitarbeiter, Lebensmittelretter sowie Institutionen wie Tafeln, lokale gemeinnützige Vereine. 
- Aufklärung und thematische Sensibilisierung von Kunden

Die BIO COMPANY ist bereits seit der Gründung 2012 Handelspartner von foodsharing e. V. und unterstützt die Initiative auch weiterhin. So gibt sie nicht verkaufsfähige Waren an die Lebensmittelretter ab und ruft auch Kunden dazu auf, sich an diesem System zu beteiligen. Geschäftsführer Georg Kaiser ebnete mit seinem Vertrauen und seinem Engagement den Weg für das heutige Netzwerk von über 7500 Foodsavern, die heute bei über 1000 Betrieben Lebensmittel vor der Vernichtung bewahren. Insgesamt sind mit foodsharing e. V. bereits über 100 Tonnen von der BIO COMPANY weiter verwendet worden. Diese Mengen fallen im Lebensmitteleinzelhandel ehrlicherweise an. Die BIO-Mülltonnen der Märkte konnten im Turnus der Entleerung fast halbiert werden. Die Lebensmittel, die tatsächlich nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind gehen zu zertifizierten Entsorgern in die Biogaserzeugung. In einzelnen Fällen wurden beispielsweise auch Kaffeesatz als Substrat für die Pilzzucht zur Verfügung gestellt.

Durch diese konsequente Vermeidungsstrategie sind Lebensmittelabfälle bei der BIO COMPANY sehr wahrscheinlich niedriger als sonst im Lebensmitteleinzelhandel. Durch die eigene Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren in der eigenen Tochtergesellschaft Biomanufaktur Havelland konnten die Lieferkette und der Bestellprozess verbessert werden. Hierdurch wurde das sogenannte Konfiskataufkommen (nicht zum menschlichen Verzehr geeignete Schlachtabfälle) reduziert. Entsorgungsnachweise der Entsorgungsbetriebe sowohl zu organischen Abfällen als auch zu leichtverderblichen, tierischen Abfälle sind laufend in Prüfung."
 

Erfolge und Einsparungen

Vom Ausgangspunkt 2013 waren noch durchschnittlich circa 47 Leerungen der Biomülltonnen pro Filiale notwendig. Dies konnte in 2014 und 2015 auf durchschnittlich 39 Mal reduziert werden und nach aktueller Hochrechnung konnte in 2016 ein Ergebnis von 33 Leerungen im Schnitt erreicht werden.
 


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