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25.08.2016 | Pressemeldungen, Pressemeldungen

Die Konserve: Lebensmittelretter mit Geschichte

Am 25. August ist Tag der Konservendose. Mit ihrer Erfindung wurde es möglich, Lebensmittel haltbar zu machen und so unabhängig von der Saison zu genießen. Vieles, was früher vorschnell verdarb, wird in der Dose konserviert und damit länger haltbar. Die Initiative Zu gut für die Tonne! zeigt, wie Konserven zu lagern sind und was beim Konservieren mit Essig und Öl zu beachten ist.
(c) Björn Wylezich - Fotolia.com

Meilensteine in Sachen Haltbarkeit

Der berühmte Feldherr Napoleon Bonaparte suchte nach einer Möglichkeit, den Proviant für seine Armee haltbar zu machen, da die Lebensmittel aus Plünderungen für seine wachsenden Truppen nicht mehr ausreichten. Und so lobte der Heerführer Ende des 18. Jahrhunderts einen Preis über 12.000 Goldfranken für denjenigen aus, der eine Idee hatte, wie Lebensmittel länger haltbar bleiben. Der Pariser Zuckerbäcker Nicolas Francois Appert entwickelte daraufhin ein Verfahren, mit dem Lebensmittel in Glasflaschen sterilisiert und durch Erhitzen luftdicht verschlossen wurden. Appert gewann das versprochene Preisgeld „für die Kunst, alle animalischen und vegetabilischen Substanzen in voller Frische zu erhalten", wie es in der Urkunde hieß. Auf die Idee mit der Metalldose kam schließlich der Brite Peter Durand, der sich am 25. August 1810 die Konserve patentieren ließ.

Konserven und Inhalt richtig lagern

Nahrungsmittel halten sich oft viele Monate in Konserven. Gegenüber frischer Ware haben sie den großen Vorteil, dass sie weder gekühlt noch gefrostet werden müssen. Im Keller oder Vorratsschrank sind Thunfisch, Ölsardinen oder Corned Beef in der Dose fast unbegrenzt haltbar, wenn sie unter 40 Grad Celsius aufbewahrt werden. Die luft- und lichtundurchlässige Verpackung schützt nicht nur vor Mikroorganismen, in Obstkonserven bleiben auch Vitamine in der Dunkel-heit erhalten.

Reste umfüllen

Wird der Inhalt einer  Konservendose nicht gleich verbraucht, sollte der Rest immer in ein Porzellan- oder Kunststoffbehältnis mit Deckel umgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Insbesondere saure Lebensmittel wie Obst, Tomaten oder auch Pilze neigen dazu, mit dem Zinn der Metalldosen zu reagieren. Der Geschmack der Lebensmittel kann sich dadurch verändern.

Verdorbene Konserven erkennen

Ist die Verpackung allerdings beschädigt, können auch Konserven verderben. Gewölbte Deckel oder Gläser, die nicht mehr vakuumverschlossen sind, können ein Indiz dafür sein. Ist die Flüssigkeit in der Konserve unnatürlich trübe oder hat der Doseninhalt einen merkwürdigen Geruch, sollte auf den Verzehr verzichtet werden.

Tipps zum Einlegen in Essig und Öl

Ob Dörren, Pökeln, Räuchern oder Einkochen: Konservierungsmethoden gibt es viele. Sommergemüse wie Zucchini, Paprika und Gurken können eingelegt in Essig oder Öl haltbar gemacht werden.

Öle kühl und dunkel aufbewahren und Verderb erkennen

Während Essig ebenfalls zu den Haltbarkeitswundern zählt und nicht einmal ein Mindesthaltbar-keitsdatum ausweisen muss, sind Speise-, Gewürz- oder Pflanzenöle von sehr unterschiedlicher Lebensdauer. Angebrochene, kalt gepresste Öle sind dunkel und kühl gelagert mindestens zwei Monate haltbar. Im Kühlschrank aufbewahrt, kann das Öl fest oder flockig werden. Das tut dem Geschmack und der Qualität aber keinen Abbruch. Raffinierte Öle sind an einem kühlen, dunklen Ort ungeöffnet bis zu zwei Jahre, angebrochen etwa sechs Monate haltbar. Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Leinöl werden am schnellsten ranzig. Diese sollten nur in kleinen Abfüllungen gekauft und schnell verbraucht werden. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, müssen Öle aber nicht zwingend entsorgt werden. Erst wenn das Öl ranzig riecht oder bitter schmeckt, sollte man es nicht mehr verwenden.

Essigmutter ist gesundheitlich unbedenklich

Auch Essig sollte immer gut verschlossen, kühl und trocken aufbewahrt werden. Selten kann es zur Bildung einer sogenannten „Essigmutter“ kommen. Sie entsteht durch Essigsäurebakterien, die eine gallertartige Masse produzieren und den Essig trübe machen. Die Essigmutter ist gesundheitlich aber völlig unbedenklich: Einfach den Essig durch einen Kaffeefilter gießen, damit er wieder klar wird.

Initiative Zu gut für die Tonne!

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Land-wirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

Pressekontakt
Zu gut für die Tonne!
Eine Initiative des BMEL
Sarah Hermges
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn
Telefon: +49 (0)228 996845-7340
E-Mail: kontakt@zugutfuerdietonne.de
Weitere Presseinformationen und Bildmaterial unter: www.zugutfuerdietonne.de/presse/

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