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FreshIndex - das dynamische Haltbarkeitsdatum

Quelle: Christoph Coers/tsenso/stock.adobe.com/seventyfour

Die tsenso GmbH bietet mit ihrem dynamischen Haltbarkeitsdatum eine Alternative zum Mindesthaltbarkeitsdatum und will damit verhindern, dass Lebensmittel vorschnell im Müll landen.

Viele Lebensmittel werden nicht weggeschmissen, weil sie ungenießbar sind, sondern weil wir Angst haben, sie könnten verdorben oder gesundheitsschädlich sein. Mit der Anwendung „FreshIndex“ will tsenso die tatsächliche Haltbarkeit von Lebensmitteln ermitteln – auf Basis der tatsächlichen, gemessenen Produktions- und Lagerbedingungen. So könnten Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie der Handel mehr Sicherheit im Umgang mit Haltbarkeitsdaten erlangen.
Im Sommer 2019 testete tsenso das dynamische Haltbarkeitsdatum entlang der METRO-Lieferkette von Schweinefleisch – von der Produktion über die Distribution bis zum Endverbrauch – in einzelnen Märkten. Der Test war ein großer Erfolg für alle: Das dynamische Haltbarkeitsdatum lag im Schnitt drei bis sechs Tage hinter dem offiziellen Mindesthaltbarkeitsdatum.
Im nächsten Schritt suchen die Entwicklerinnen und Entwickler Lebensmittelproduzenten und -händler, die mit „FreshIndex“ das dynamische Haltbarkeitsdatum für weitere Produkte wie beispielsweise Milch oder Joghurt validieren. Des Weiteren sollen Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit bekommen, „FreshIndex“ nicht nur im Laden, sondern auch zuhause nutzen zu können.

„Oft werfen wir aus Unsicherheit Lebensmittel weg, die noch gut genießbar wären. Der FreshIndex, das dynamische Haltbarkeitsdatum, gibt mehr Sicherheit und Transparenz über die tatsächliche Qualität von Lebensmittel und ermöglicht so auch eine bessere Planung des nächsten Großeinkaufs.“
Dr. Matthias Brunner, tsenso GmbH