Auf einem Tisch liegen Kartons mit der Aufschrift "Tofu-Mama", Tofu-Produkte, ein Messer, Brot und verschiedenes Gemüse liegen daneben.
Nominiert in der Kategorie Landwirtschaft & Produktion

Tofu Mama

Quelle: Veggiespecials/Mathias Beuger

„Super Super Softie“, „Rote Zora“ oder „Wiener Randalierer“ – Tofu Mama rettet ausgemusterten Tofu vor der Tonne gerettet und verkauft ihn weiter.

Bei der Produktion von Tofu passieren, wie bei anderen Lebensmitteln auch, immer wieder kleine Missgeschicke technischer oder menschlicher Art. So können zum Beispiel Konsistenz, Größe und Farbe der Produkte von der Norm abweichen, die Etiketten sind fehlerhaft bedruckt oder das Produkt wiegt etwas weniger, als auf der Verpackung angegeben. Solche Ware darf aus vertraglichen Gründen oft nicht mehr über die klassischen Vertriebswege verkauft werden. Dabei schmeckt der Tofu immer noch genauso gut und es besteht keinerlei Risiko für die Lebensmittelsicherheit.

Mit „Tofu Mama – Rettet Tofu-Waisenkinder“ (Köln, Nordrhein-Westfalen) haben zwei Unternehmen gemeinsam eine Lösung gefunden, ausgemusterten Tofu weiterzuverkaufen statt wegzuwerfen. Können oder dürfen Tofu-Produkte nicht mehr über die regulären Vertriebswege des Tofu-Herstellers Taifun Tofu GmbH verkauft werden, werden diese an Veggiespecials geschickt. Der Onlinehandel vertreibt ausschließlich aussortierte und gerettete Lebensmittel. Veggiespecials etikettiert den Tofu unter der Marke Tofu Mama entsprechend um – zum Beispiel mit der tatsächlichen Gewichtsangabe – und versieht ihn mit neuen kreativen Namen wie „Super Super Softie“ (Seidentofu), „Rote Zora“ (Paprikatofu) oder „Wiener Randalierer“ (Tofu-Wiener).

Diese Tofu-Waisenkinder sind im Onlineshop von Veggiespecials erhältlich – zu einem viel niedrigeren Preis. Damit werden die Produkte für noch mehr Menschen interessant und schaffen ein breiteres Bewusstsein für nachhaltige, bio-vegane Ernährung.