Fünf Frauen stehen in einem überdachten Gemüsebeet mit Plakaten und Papiertüten.
Gewinner der Förderpreises

Bioland Gemüsehof Hörz

Quelle: Gemüsehof Hörz

Die Mitarbeitenden des Projekts „Bodenschätze“ verkaufen Bio-Gemüse, das nicht der Norm entspricht und daher nicht auf dem üblichen Weg vermarket werden kann, in saisonal befüllten Tüten vergünstigt an Studierende. Bestellt wird per Mail, gezahlt per Lastschrift, ausgeliefert wird auf dem Campus.

Wenn auf dem Bioland Gemüsehof Hörz (Filderstadt, Baden-Württemberg) geerntet wird, haben etwa 40 Prozent der Erträge Schönheitsfehler. Das Gemüse ist zum Beispiel etwas kleiner oder krummer als die Norm erlaubt. Es schmeckt genauso gut, lässt sich aber schwerer vermarkten. Deshalb hatte der Gemüsehof 2018 die Idee, dieses Gemüse unter dem Namen „Bodenschätze“ an Studierende der nahe gelegenen Universität Hohenheim zu reduzierten Preisen zu verkaufen. Nach einer Bedarfsanalyse und Werbung im Rahmen des Universitäts-Projekts „Humboldt reloaded“ für forschungsnahes Lernen startete eine vierwöchige Testphase.

Die Studierenden konnten die Bodenschatz-Tüten per Mail bestellen. Die Zusammensetzung war eine Überraschung und hing von der jeweiligen Gemüsesaison ab. Bezahlt wurde per Lastschrift und der Gemüsehof lieferte die Bestellungen an die Universität. Dort wurden sie von Studierenden verteilt. 265 Tüten fanden in der Testphase Absatz bei 172 Studierenden und Universitätsmitarbeitenden. Bestelltes Gemüse, das nicht abgeholt wurde, wurde über die Foodsharing-Boxen der Universität kostenlos abgegeben. Die Resonanz auf die Bodenschatz-Tüten war so gut, dass die Aktion 2019 zweimal wiederholt werden soll.