Nominiert in der Kategorie Landwirtschaft und Produktion

Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Quelle: Andreas Baumeister

Landwirtschaftliche Betriebe der Solidarischen Landwirtschaftproduzieren ihre Lebensmittel für einen festen Kundenkreis. Die Lebensmittel werden über eine Versorgungsgemeinschaft verteilt, die daran Beteiligten finanzieren einen landwirtschaftlichen Betrieb als Ganzes und nicht die einzelnen Erzeugnisse.

Viel zu viele landwirtschaftliche Erzeugnisse landen nicht auf dem Teller, sondern im Abfall. Mit dem Konzept derSolidarischen Landwirtschaft wird dieser Anteil deutlich verringert. Die Idee: Die Lebensmittel werden über eine Versorgungsgemeinschaft verteilt, die daran Beteiligten finanzieren einen landwirtschaftlichen Betrieb als Ganzes, nicht die Erzeugnisse als solche. Der Betrieb kann dadurch bedarfsgerecht produzieren. Durch den direkten Kontakt zwischen Erzeugern und Verbrauchern können Größen- und Qualitätsschwankungen vermittelt werden. An festen Abholtagen wird die jeweils vorhandene Ernte aufgeteilt, durch lokale Organisation kommt es kaum zu Verlusten auf Lieferwegen und bei der Lagerung. Die Mitglieder einer Solidarischen Landwirtschaft erfahren mehr über die Bedingungen und die Zusammenhänge in der Lebensmittelherstellung. So wird vor Ort der Wert unserer Lebensmittel begreifbar.

Die Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft ist in den letzten Jahren stark gewachsen, 2007 gab es neun Höfe, heute sind es über 150 Betriebe. Seit 2011 unterstützt das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft die einzelnen Gemeinschaften und sorgt für sozial und ökologisch nachhaltige Umsetzung des Konzeptes und seine Weiterentwicklung. 

Die Arbeit des Netzwerks wird zum größten Teil durch Mitgliedsbeiträge, durch Spenden und Projektförderungen finanziert. Eine Mitgliedschaft ist sowohl als Einzelperson als auch als Hof oder Projekt möglich.

„Die Solidarische Landwirtschaft hat ein großes Potenzial, nachhaltige Landwirtschaft auf den Höfen zu ermöglichen. Und darüber hinaus wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern der eigene Umgang mit Lebensmitteln durch unmittelbar persönliche Erfahrungen nahegebracht.“
Kirsten Grover, Solidarische Landwirtschaft