Mitarbeitende der Bäckerei Dietz verköstigen ihren Brotbrand.
Nominiert in der Kategorie Landwirtschaft und Produktion

Bäcker Dietz

Quelle: Bäcker Dietz

Die Handwerksbäckerei Bäcker Dietz fand eine innovative Lösung, um nicht verkauftes Brot sinnvoll zu verwerten: Gemeinsam mit der Nordik Edelbrennerei entwickelte Bäcker Dietz kurzerhand einen Brotbrand. Brot vom Vortag wird nun handwerklich zur Spirituose verarbeitet.

Im Schnitt werden in einer Bäckerei rund zehn Prozent der Backwaren nicht verkauft. Ein Teil der Retouren geht an die Buxtehuder Tafeln oder wird zu Paniermehl oder Tierfutter verarbeitet. Um das nicht verkaufte Brot noch sinnvoller zu verwerten, entwickelte Bäcker Dietzzusammen mit der Nordik Edelbrennerei einen Brotbrand. Brot vom Vortag wird nun handwerklich zur Spirituose verarbeitet.

Für die erste Destillation wurde rund eine Tonne Restbrot gesammelt. Diese Menge fiel in den zehn Fachgeschäften der Bäckerei in zwei Wochen an. Verwendbar sind etwa 80 Prozent der Retouren, Brote mit Zusätzen wie Karotten, Oliven oder Rosinen sind nicht geeignet. Da Brot schnell schimmelt, wurde für die Produktion eine besondere Lagerlogistik und Kühlung aufgebaut.

Die Einführung im Weihnachtsgeschäft war erfolgreich, ein größerer Teil wurde schon im Vorverkauf an Firmen mit Weihnachtsgebäck als Kombipräsent verkauft. Ziel ist es, das Produkt zu etablieren, um dauerhaft Restbrot sinnvoll verwerten zu können. Geplant ist es, den Brotbrand auch in Spezialitätenläden, im Internet und in Hofläden im Alten Land anzubieten. Zudem stehen Bars im Fokus, in Zusammenarbeit mit einem Barkeeper werden Cocktailvorschläge entwickelt. 

„Uns geht es beim Verkauf des Brotbrands nicht um mehr Umsatz. Vielmehr möchten wir das Bewusstsein unserer Kundinnen und Kunden für die sinnvolle Verwendung von Lebensmitteln schärfen. Dass wir dabei ein erfolgreiches Produkt geschaffen haben, freut uns umso mehr.“
Ralf Dietz, Bäcker Dietz