Nominiert in der Kategorie Handel

BIO COMPANY

Quelle: Justus Worbs

Die BIO COMPANY GmbH rettet Lebensmittel unter anderem durch ein Weitergabesystem, durch Preisreduktionen und durch Mitarbeiterschulungen.

Was nicht mehr so frisch aussieht oder nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum ist, wird im Supermarkt oft aussortiert. Die Biomärkte der Berliner BIO COMPANY hingegen reduzieren solche Waren um 20 bis 50 Prozent, sodass Kunden zum Teil sogar „abgelaufene“ Waren kaufen. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Zudem sind alle Filialen dazu angehalten, Überbestellungen zu vermeiden. Bleiben dennoch Lebensmittel übrig, läuft in den Filialen ein Mehrstufensystem an: Zunächst werden die Waren der eigenen Belegschaft angeboten, dann den TAFELN, Organisationen für Obdachlosenarbeit, privaten Hilfsorganisationen oder Tierheimen. Parallel dazu arbeiteten die Biomärkte mit dem Netzwerk der Initiative foodsharing e. V. zusammen, das von den Filialen benachrichtigt wird oder in regelmäßigen Abständen Lebensmittel abholt. Die BIO COMPANY ist seit 2012 erster Partner von foodsharing e. V. und unterstützte die Initiative bereits in der Gründungsphase.

Intern wird auf Schulungen gesetzt. Regelmäßig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filialen und der Zentrale sensibilisiert für das Thema Ressourcenschonung und Vermeidung von Abfällen sowie den sorgsamen Umgang mit Recyclingprogrammen. Auch täglich mehrfaches Überprüfen von Obst und Gemüse rettet Lebensmittel: So werden z. B. Früchte, die schlecht werden, schnell aussortiert, damit sie andere Früchte nicht „anstecken“. Das Ergebnis: Durch den Einsatz zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist die Müllproduktion deutlich geringer als bei vergleichbaren Einrichtungen.