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14.05.2019 | Beispielhaft

Vom Teller aufs Papier

Auberginen-Kebab, Krautwickerl und Reibedatschi oder Sambosak: im Bayerisch-Syrischen Kochbuch hat die Weilheimer Tafel mehr als 30 Rezepte zusammengestellt. Es entstand im Rahmen des Projekts HeimatTafel, das sowohl die Wertschätzung von Lebensmitteln als auch die Integration von Geflüchteten fördert.

Seit April 2017 hatte die Weilheimer Tafel ein kleines Stück Feld angemietet. Auf dem Tafel-Acker engagieren sich sieben syrische Familien, die in der bayerischen Kreisstadt Zuflucht gefunden haben. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen der Weilheimer Tafel bauten sie dort Spinat, Bohnenkraut, Tomaten, Zwiebeln und viele weitere Gemüsesorten an. Die Hälfte der Ernte spendeten Sie, damit alle Tafel-Kundinnen und -Kunden die regionalen und ökologisch angebauten Produkte genießen konnten. Die andere Hälfte verarbeiteten sie selbst.

Nach der Arbeit auf dem Feld wurde oft zusammen gekocht und gegessen. Die Lieblingsrezepte haben die Ehrenamtlichen in einem Kochbuch veröffentlicht. Die Gerichte bestehen zum größten Teil aus Zutaten, die auf dem Tafel-Acker angebaut wurden und sind sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch beschrieben. Mehr Information über das Kochbuch und die Arbeit der Weilheimer Tafel gibt es hier.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Tafel Deutschland e.V. das Projekt HeimatTafel im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Das Zusammenwachsen der Alt- und Neubürger in Weilheim wurde in diesem Rahmen zwei Jahre lang vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell unterstützt.

Das geförderte Projekt Tafel-Acker lief im April 2019 aus. Seitdem wird das Projekt in der Weilheimer Innenstadt als „Garten der Begegnung“ weiter geführt auf einem Grundstück, das eine Familie in der oberen Stadt der Tafel kostenfrei zur Verfügung stellt.

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