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13.11.2017 | Beispielhaft, Meldungen

Obst und Gemüse – krumm und lecker!

Immer mehr Supermärkte nehmen Obst und Gemüse mit Macken in ihr Sortiment auf. Für alle Kunden ist das eine Chance, Lebensmittel vor dem Abfall zu retten. Denn was Macken hat, zu groß oder zu klein ist, wird oft aussortiert, weil es sich schlechter verkauft als perfekte Ware. Dabei schmecken die Sonderlinge genauso gut.
(c) Ingo Hilger

Bioläden, „Naturgut Biohelden“ und „Krumme Dinger“

In Bioläden sind Sonderlinge oft ganz normaler Teil des Sortiments. Nun ziehen auch Supermärkte nach, die nicht ausschließlich ökologisch erzeugte Ware verkaufen: Die Supermarktkette Penny zum Beispiel bietet seit einem Jahr die „Naturgut Biohelden“ an, Biogemüse und -obst mit Macken. Mit Erfolg: Die verkaufte Menge stieg laut Penny seit der Einführung um rund 7,5 Prozent. Bei Aldi Süd heißen die Obst- und Gemüsesonderlinge „Krumme Dinger“ und werden ebenfalls in Bioqualität angeboten. Und die Supermarktkette tegut macht aus der „Macke“ des zu Klein- oder zu Großseins eine Tugend: Sie bietet Kartoffeln, die kleiner als die Norm sind, als Schwenkkartoffeln an. Die kleinen Knollen sind ideal für das Schwenken und Anbräunen in Olivenöl oder Butter. So hat man bei jedem Biss etwas vom angebräunten Äußeren der Kartoffeln. Besonders große Exemplare etikettiert tegut als Back&Grill-Kartoffeln. Knollen mit Macken oder grünen Stellen gehen an Schälbetriebe oder die Gastronomie.
Du willst auch Sonderlinge kaufen und so Lebensmittelverschwendung verhindern? Schau dich in deinem Supermarkt um und frage nach: Vielleicht gibt es Aktionen für Lebensmittel mit Macken oder der Supermarktbetreiber überlegt gerade, ob Sonderlinge mit ins Sortiment kommen sollen. Mit deiner Frage zeigst du, dass Kunden solche Lebensmittel kaufen wollen – und regst den Ladenbetreiber an, sie anzubieten.

Harmlose Macken bei Obst und Gemüse

Dreibeinige Möhren, verformte Kartoffeln und kleine Avocados. Solche Macken machen nichts – das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Bei anderen kleinen Fehlern ist das Beurteilen nicht so leicht. Wir haben einige Beispiele zusammengestellt, die Geschmack und Qualität nicht beeinträchtigen:

  • - Zitronen und Orangen sind manchmal grün oder haben grüne Stellen, obwohl sie reif sind. Beide können kleine vernarbte Stellen an der Schale haben. Bei Zitronen sieht man auch oft eine wellige Haut. Die Zitronen und Orangen mit diesen kleinen Macken sind aber genauso lecker und gut wie die makellosen.
  • - Möhren können beim Wachsen kleine oberflächliche Risse bekommen, die austrocknen. Manche brechen auch bei der Ernte. Das macht aber nichts: Weder Geschmack noch Haltbarkeit werden beeinträchtigt.
  • - Zwiebeln haben zum Teil Wasserflecken und bei manchen fehlt sogar die Schale – das passiert besonders bei einer frühen Ernte. Solche Exemplare sind aber genauso frisch wie andere.
  • - Tomaten können mit Blütenstaub bedeckt sein oder beim Wachsen einen kleinen Riss bekommen haben, der vernarbt ist. Dieser sogenannte „Reißverschluss“ beeinflusst weder Qualität noch Haltbarkeit oder Geschmack. Das Gleiche gilt für den Blütenstaub – den kannst du einfach abwaschen.
  • - Manche Champignons haben eine schuppige Haut, schmecken aber genauso gut wie perfekt aussehende Exemplare. Das Gleiche gilt für Avocados, die Fehler an der Schale haben.

 

 

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