Schwerpunkt

Spontan restefrei - mit Suppen und Eintöpfen

Quelle: © FomaA - AdobeStock

Nichts ist bei regnerischem Herbstwetter leckerer als ein Teller voll dampfender Suppe oder wärmendem Eintopf. Beide Gerichte bieten auch Spontanen die Chance, übrig gebliebene Lebensmittel vor dem Abfall zu retten. Denn für diese Gerichte lässt sich so ziemlich alles verwenden, was in Kühlschrank und Vorratskammer übrig geblieben ist und sonst schlecht wird: Bohnen und Dosenmais passen genauso gut hinein wie Gemüsereste, Salami- oder Speckstücke. Ein Klecks Joghurt, Sahne oder Frischkäse lässt sich wie geriebener Käse als Topping verwenden. Und portionsweise eingefroren hat man auch spontan eine ganze Mahlzeit in der Hinterhand.

Doch Suppen und Eintöpfe verderben schnell, wenn sie falsch aufbewahrt werden. Dagegen kannst du etwas tun: Hier findest du die besten Tipps rund um Lagerung und Haltbarkeit von Suppen und Eintöpfen. Dazu gibt es Tipps zur Aufbewahrung von Suppengrün und typischem Suppen- und Eintopfgemüse, das im Oktober Saison hat.

So hält Suppengrün länger

Suppengrün gibt Suppen und Eintöpfen die richtige Würze. Man sollte es nach dem Kauf immer aufteilen, damit alle Teile länger halten: Die Petersilie kommt in einem Glas Wasser oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen in den Kühlschrank und hält so mehrere Tage. Sellerie, Lauch und Möhren ohne Grün legst du ins Gemüsefach. Lauch hält dort bis zu einer, Möhren und Sellerieknollen lassen sich bis zu zwei Wochen lang aufbewahren.

Schimmel bei Möhren fern halten

Möhren schimmeln schnell. Dagegen hilft ein Trick: Du legst sie ungewaschen und in Küchenkrepp eingeschlagen in eine Plastikbox, die du fest verschließt. Wenn das Küchenpapier nass ist, wechselst du es einfach aus. So können die Möhren weder austrocknen und schrumpelig werden, noch durch zu viel Nässe vorschnell schimmeln.

Butter ohne Lauchgeruch

Lauch überträgt seinen intensiv-zwiebeligen Geruch auf andere Lebensmittel wie Butter. Das kannst du verhindern, indem du ihn in eine Plastiktüte wickelst. So wird er auch nicht so schnell trocken und schrumpelig.

Sellerie nicht neben Äpfeln lagern

Sellerieknollen verderben recht schnell, wenn sie neben Früchten wie Äpfeln oder Tomaten lagern, die das Reifegas Ethylen abgeben. Darauf reagiert Sellerie sowie anderes Gemüse und Obst empfindlich: Es altert und verdirbt schneller. Tomaten solltest du – ebenso wie Äpfel – immer getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern.

So halten Kürbis und Tomaten länger

Von den typischen Suppen- und Eintopfgemüsesorten haben im Oktober Kürbis, Tomaten, Grün- und Weißkohl Saison. Kürbis und Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Sie halten bei kühler Zimmertemperatur aber mehrere Wochen. Wie auch Kürbis lassen sich Tomaten bei Zimmertemperatur aufbewahren. In den Kühlschrank sollte nur Angeschnittenes. Das passiert dir sicher selten mit Tomaten, aber große Kürbisse verkocht nicht jeder auf einmal. Damit sie nicht austrocknen, deckst du die Schnittflächen einfach mit Frischhaltefolie ab. Aufbrauchen solltest du angeschnittenes Gemüse zügig.

Grün- und Weißkohl – zu groß für den Kühlschrank?

Grün- und Weißkohl brauchen dagegen mehr Kälte und werden im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt. Grünkohl hält etwa eine Woche, Weißkohl bis zu vier Wochen. Wenn dort kein Platz ist, kann Grünkohl bei kaltem Wetter auch für einige Tage draußen lagern, Weißkohl im kühlen Keller.

Spinat: Aufwärmen erlaubt!

Auch Spinat bekommt man im Oktober frisch aus Deutschland. Im Kühlschrank wird er leider schnell matschig. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch hält er aber bis zu zwei Tage lang. In Eintöpfe und Suppen solltest du das empfindliche Blattgemüse erst kurz vor Ende der Kochzeit geben, damit es nicht völlig zerkocht.
Der Mythos, dass man Gerichte mit Spinat nicht aufwärmen darf, stimmt übrigens nicht. Allerdings solltest du die Reste schnell abkühlen und dann direkt in den Kühlschrank stellen. Langes Herumstehen im Warmen und mehrmaliges Erhitzen fördert, dass sich im zubereiteten Spinat gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Deshalb erhitzt du am besten nur so viel Spinatsuppe oder -eintopf, wie du essen kannst. Den Rest kannst du portionsweise in Behältern einfrieren.

Zwiebelsuppe mit ausgetriebenen Zwiebeln?

Auch milde Winterzwiebeln gibt es jetzt noch aus heimischem Anbau: Frische Zwiebeln erkennst du beim Einkaufen an der raschelnden Schale, durch die keine dunklen Stellen schimmern. Wenn die Knollen austreiben, weich sind oder schimmeln, solltest du sie nicht kaufen und auch zu Hause nicht mehr benutzen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie zu warm und feucht aufbewahrt wurden. Am besten aufgehoben sind sie vor Sonne geschützt im kühlen Vorratsregal. Optimal für die Lagerung ist ein Tongefäß. So gelagert können sie mehrere Wochen halten.

Eintöpfe und Suppen länger lagern

Fertige Suppen und Eintöpfe halten länger, wenn du sie vor Keimen schützt. Dazu füllst du alles, was du nicht gleich essen willst, direkt nach dem Kochen in dicht schließende Behälter. Denn die Hitze hat die Bakterien abgetötet und der fest sitzende Behälterdeckel verhindert, dass neue schnell eindringen können. Ist alles völlig abgekühlt, stellst du die Behälter ins oberste Kühlschrankfach. Dort hält das Essen zwei bis drei Tage. Oder du legst die Boxen gleich in den Tiefkühler. Bei minus 18 Grad Celsius kannst du sie bis zu drei Monate aufbewahren.

Tiefkühl-Fallen meiden

Manche Suppen und Eintöpfe bekommen beim Einfrieren eine komische Konsistenz: Crème Fraiche, saure Sahne und Joghurt flocken beim Tiefkühlen aus. Gib sie also besser erst nach dem Auftauen dazu oder nimm die fettreichere Sahne. Sie hält die Eiseskälte aus. Suppen und Eintöpfe sind besonders gefährdet, Gefrierbrand zu bekommen, der dein Essen geschmacklos machen kann. Beim Gefrierbrand trocknet die Kälte Lebensmittel aus, wenn sie nicht richtig verpackt sind. Suppen und Eintöpfe sind davon schnell mal betroffen, weil sie die Deckel zu voller Behälter aufdrücken können. Denn die reichliche Flüssigkeit, die in den Gerichten steckt, dehnt sich beim Tiefkühlen aus. Ist ein Behälter zu voll, drückt die gefrierende Speise den Deckel auf. Am besten benutzt du deshalb gut schließende Behälter und füllst sie nicht ganz voll, sondern lässt etwas Platz zum Rand. Praktisch: Nur so viel in die Behälter füllen, wie du auf einmal essen kannst. Dann bleiben keine Reste.