Nahaufnahme: belegter Grill mit Fleisch, Gemüse und Kräutern
Schwerpunkt

Grillen! – Lecker und nachhaltig

Quelle: (c) karepa - Adobe Stock

Eine gute Vorbereitung ist auch beim Grillen das A und O und fängt mit einem gut geplanten Einkauf an. Um die richtigen Mengen für die Gästeanzahl zu ermitteln, eignet sich der Zu gut für die Tonne-Partyplaner. Mit unserem Einkauf können wir zu einem nachhaltigen Konsum beitragen: Regionale und saisonale Produkte haben einen geringeren ökologischen Fußabdruck als Importware oder Erzeugnisse, die bereits mehrere Monate in Kühlhäusern gelagert wurden. Besonders nachhaltig sind Produkte aus ökologischer Landwirtschaft. Sie werden besonders klima- und ressourcenschonend hergestellt. Weitere Tipps zum nachhaltigen Einkauf gibt es hier.

Sind die Besorgungen erledigt, gilt es die Produkte fachgerecht zu lagern und zuzubereiten. In welches Kühlschrankfach kommt das Grillfleisch? Kann ich Tomaten bei Zimmertemperatur lagern und wie lange halten sich Grillsaucen? Aufschluss darüber, welches Lebensmittel sich an welchem Lagerort am besten hält, gibt das Lebensmittellexikon. Der folgende Überblick über gängige Grillgerichte hält ebenfalls Tipps für die Aufbewahrung, Zubereitung und Wiederverwertung parat.

Kotelett, Würstchen oder Steak
Fleisch vom Grill ist ein besonderer Genuss und dabei auch noch gesünder als sein Ruf, denn Grillen ist im Vergleich zum Braten, Kochen oder Schmoren eine nährstoffschonende Zubereitungsweise. Außerdem wird kein zusätzliches Fett benötigt. Mehr zum Thema gesundes Grillen hält das Bundeszentrum für Ernährung bereit.
Sind die Gäste trotzdem früher satt als gedacht, sollten auch die übriggebliebenen Fleischstücke – vor allem, wenn sie am Grillabend außerhalb des Kühlschranks gelagert waren – direkt mit gegrillt werden. Denn während rohes Fleisch lediglich ein bis zwei Tage haltbar ist, kann gegartes Fleisch auch noch am dritten Tag gegessen werden. Allerdings ist auch hier auf eine durchgängige Kühlung zu achten. Was sich beispielsweise aus kalten gegrillten Würstchen zubereiten lässt, verrät unter anderem dieses Beste Reste-Rezept.

Sättigende Salate
Ein Klassiker auf dem Grillbuffet ist der Nudelsalat. Er ist gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit, Gemüsereste zu verwerten. Mediterran mit Olivenöl, getrockneten Tomaten und Feta-Käse ist er ebenso beliebt wie die klassische Variante mit Gewürzgurken, Kochschinken und Erbsen. Nudelsalat sollte möglichst durchgängig gekühlt werden, vor allem, wenn er mit Mayonnaise zubereitet wurde. Gleiches gilt auch für Couscous-, Kartoffel- oder Reissalat, die sich ebenfalls bestens eignen, um Reste zu verwerten.

Damit die Salate noch länger frisch und knackig schmecken, empfiehlt es sich, das Dressing erst kurz vor dem Servieren zu verteilen. Selbst gemachte Salatsoßen aus Essig, Öl und Senf halten sich zwei bis vier Tage in einem fest verschlossenen Glas im Kühlschrank. Bei Soßen mit rohem Ei besteht die Gefahr einer Salmonellen-Infektion. Sie sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.

Von Aubergine bis Zucchini
Gemüse ist ein Allrounder beim Grillen: Paprika, Tomaten, Champignons oder Möhren lassen sich sowohl roh genießen als auch auf dem Grillrost garen. Bereits geschrumpeltes Gemüse eignet sich noch gut für einen bunten Gemüsespieß. Und übriggebliebene gekochte Kartoffeln bekommen auf dem Grill zusätzliche Röstaromen und werden so zu einer leckeren Beilage. Auf Alufolie sollte wegen der giftigen Abgabestoffe beim Gemüsegrillen allerdings besser verzichtet werden. Damit das Gemüse dennoch nicht anbrennt, platziert man es einfach am Rand des Grills oder nutzt die Restwärme der Glut.

Saucen: süß, salzig, selbst gemacht
Selbst zubereitete Saucen sind das i-Tüpfelchen auf jedem Grillbuffet. Eine gute Gelegenheit, um nicht mehr ganz frische Tomaten, Feigen oder andere Obst- und Gemüsesorten zu Ketchup oder zu einem exotischen Chutney zu verarbeiten. Durch die Zugabe von Salz oder Zucker sind die Saucen, sofern sie richtig zubereitetet und verschlossen wurden, mehrere Wochen genießbar.