Gebratener, schön angerichteter Lachs, garniert mit Zitronen, Öl und Kräutern
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Fisch: Am besten nachhaltig

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Fisch und Meeresfrüchte sind ideal für alle, die eine leichte Alternative zu Fleischgerichten suchen. Fische enthalten neben Eiweiß, Jod und Vitaminen auch viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Letztere können die Fließfähigkeit des Blutes verbessern und so dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Fette Sorten wie Lachs enthalten besonders viel der gesunden Fettsäuren. Wer es trotzdem mager will, greift zu Wildfisch. Er bewegt sich in der Regel mehr als Zuchtfisch und ist deshalb meist fettärmer. Grundsätzlich magere Sorten sind beispielsweise Alaska-Seelachs, Kabeljau und Meeresfrüchte wie Garnelen.

Wie erkennt man, ob der Fisch frisch ist?

An diesen Merkmalen erkennst du frischen Fisch:

-  leuchtende, farbige Haut und hellrote, klare Kiemen,
-  klare, hervortretende, pralle Augen,
-  frischer, nicht süßlicher Geruch,
-  festes, elastisches Fleisch.

Kleiner Frische-Trick für den Einkauf: Hol dir Fisch und Meerestiere erst am Ende des Einkaufs an der Theke oder aus dem Tiefkühlregal und pack ihn nach dem Zahlen direkt in eine Kühltasche.

Welche Siegel stehen für Nachhaltigkeit?

Beim Fischen geraten oft auch Tiere ins Netz, die gar nicht gefangen werden sollten – weil sie zum Beispiel zu jung und klein sind. Du kannst dem vorbeugen und damit unnötigen Lebensmittelabfall schon beim Fang vermeiden, wenn du Produkte aus nachhaltiger Fischerei kaufst. Damit setzt du dich auch gegen die Überfischung von Beständen ein. Das heißt, du kaufst keinen Fisch aus Gegenden, in denen mehr Fische oder Meerestiere einer Art gefangen werden, als Jungtiere nachwachsen. Nachhaltige Produkte erkennst du am blauen MSC-Siegel des unabhängigen Marine Stewardship Councils (MSC). Es zeigt einen Fisch und ein Häkchen. Da Beifang in manchen Fischereien unvermeidbar ist, überprüft der MSC seine Zusammensetzung und Menge. Es darf keine negativen Auswirkungen auf die beigefangenen Arten geben. Zuchtfische sind mit dem türkisen ASC-Siegel des unabhängigen Aquaculture Stewardship Councils ausgezeichnet.
Wer gerne Apps benutzt, kann den WWF-Einkaufsführer herunterladen. Mehr über den Zustand von Beständen erfährst du auf der Plattform Fischbestände Online des Thünen-Instituts.

Wie hält Fisch möglichst lange?

Fisch und Meerestiere verderben bei Wärme schnell. Das kannst du verhindern, indem du sie zu Hause sofort in den Kühlschrank auf die Glasplatte über dem Gemüsefach legst, nahe der Rückwand. Da ist es am kältesten. Lege sie am besten in eine Porzellanschale – die bekommst du später leicht sauber – und decke sie gut ab. Tiefkühlfisch kommt in die Gefriertruhe. Bei Zimmertemperatur ist er nach etwa zwei Stunden aufgetaut und sollte dann sofort zubereitet werden. 

Wie lange kann ich was lagern?

Im Kühlschrank bei 0 – 4 °C  Lagerdauer
- Fisch, frisch und roh  1 Tag
- Fisch, zubereitet  1 – 2 Tage
- Fisch, geräuchert  bis 3 Tage
- Muscheln, frisch oder gegart  1 Tag
- Garnelen, frisch oder gegart  1 – 2 Tage
- Fischkonserven, geöffnet  1 Tag
- Marinaden wie Rollmöpse oder Heringsstipp, geöffnet  1 – 2 Tage
- Im Gefrierschrank bei -18 °C  
- Magerfisch (Alaska-Seelachs, Kabeljau, Zander)  bis zu 8 Monate
- Fettfisch (Lachs, Aal, Waller)  2 Monate
- Fischfilet, industriell eingefroren   siehe Mindesthaltbarkeitsdatum
- Garnelen  bis zu 1 Monat

Bei Verpacktem wie industriell eingefrorenem Fisch sind Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum ausschlaggebend. Ist das Verbrauchsdatum überschritten, sollte man den Fisch nicht mehr essen. Achtung: Verdorbene Garnelen erkennt man am weichen, leicht grünlichen Fleisch, das salmiak-ähnlich riecht.

Welche Muscheln kann ich noch essen?

Muscheln sind nur einen Tag haltbar. Welche in den Topf können und welche leider in den Müll müssen, zeigen drei Tests. Nutze zuerst deine Nase: Frische Muscheln riechen nach Meerwasser und keinesfalls fischig. Rohe Muscheln, die gut duften, aber offen sind, prüfst du mit dem Klopftest. Du hältst sie unter kaltes Wasser und pochst mit dem Finger auf die Schale. Schließen sie sich, sind sie frisch. Beim Kochen sollten sich dann alle Muscheln öffnen. Was danach noch zu ist, solltest du aussortieren.

Wann sind Fisch und Garnelen gar?

Trockenen Fisch und zähe Meeresfrüchte mag keiner gerne essen. Und was nicht schmeckt, bleibt oft übrig und landet im schlimmsten Fall im Müll. Fisch ist durch, wenn er an Gräten und Fleisch nicht mehr glasig ist. Garnelen sind gar, wenn sie sich zu einem U gekrümmt haben. Mit Schale krümmen sie sich übrigens langsamer. Der Vorteil: Beim Braten oder Grillen bleiben sie zarter, saftiger und haben mehr Aroma.

Wohin mit den Resten?

Man hört oft, dass man Meerestiere und Fische nicht aufwärmen kann – das stimmt nicht. Schau dir unsere Haltbarkeitstabelle an und prüfe die Reste dann mit deinen Sinnen: Was lecker aussieht, riecht und schmeckt, ist meist auch noch gut. Wichtig ist, sie auf über 70 Grad zu erhitzen, um mögliche Mikroorganismen abzutöten. Ideen für Resterezepte zu Fisch und Meeresfrüchten findest du in unserer digitalen Rezeptdatenbank. Oder du frierst die Reste ein. Das klappt auch mit rohen Produkten. Muscheln sollten allerdings vor dem Einfrieren immer gegart sein, weil sie sonst an Geschmack verlieren. Hier findest du weitere Tipps zur Resteverwertung.