Kürbisse, Trauben, Nüsse, Zucchini, Äpfel, Pilze und Getreide
Schon gewusst?

Kleine Makel sind kein Grund für die Tonne

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Wenn wir Obst und Gemüse kaufen, greifen wir meist automatisch zu den Gurken, Tomaten oder Äpfeln, die am knackigsten und möglichst makellos aussehen. Was wir dabei schnell vergessen: Die leckeren Früchte sind ein Naturprodukt – und die Natur richtet sich nicht nach den Vorstellungen von uns Menschen. Kleine "Fehler" oder erste Alterserscheinungen sind lange kein Grund, Lebensmittel wegzuwerfen.

Wer beim Einkauf und in der Küche die Augen offen hält, kann dafür sorgen, dass der riesige Berg an Lebensmittelabfällen kleiner wird:

1. Was direkt nach dem Einkauf verbraucht wird, muss nicht mehr ewig haltbar sein. Für den Kartoffelbrei am Abend kann man problemlos zu leicht verschrumpelten Kartoffen greifen, ohne einen Geschmacksunterschied zu merken.

2. Was in der Erde wächst ist "dreckig". Ob Kartoffeln, Karotten oder Rüben: Wenn sie aus der Erde kommen, haftet diese meist noch an ihnen. Dieser "Dreck" ist aber alles andere als ein Schönheitsfehler, die erdigen Kartoffeln sind oft besser haltbar, da beim Waschen die Schale beschädigt werden kann.

3. Braun ist nicht gleich schlecht. Viele kennen das Phänomen von Apfel oder Avocado: Schneidet man sie auf, verbraucht sie aber nicht gleich, sind die Früchte schon nach wenigen Stunden unappetitlich braun. Ein Grund für die Tonne ist das aber nicht! Sogenannte Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, reagieren mit Sauerstoff und verändern die Farbe. Schädlich ist das nicht. Eine luftdichte Verpackung, die nur wenig Sauerstoff durchlässt, verhindert die Braunfärbung.

4. Unperfektes direkt vom Feld: Weil sich Früchte mit Schönheitsfehlern nicht verkaufen lassen, bleibt vieles, zum Beispiel Kartoffeln, einfach auf dem Feld liegen – und vergammelt. Einige Bauern lassen in sogenannten Nachernteaktion Menschen diese Früchte einsammeln – so dass sie noch ihrer Bestimmung als Lebensmittel zukommen können.

5. Es kommt auf die inneren Werte an: Krumm gewachsenes, zu groß oder zu klein geratenes oder "falsch" gefärbtes Obst und Gemüse schmeckt in der Regel nicht anders als seine "perfekten" Verwandten. Verschiedene Initiativen bemühen sich darum, auch solche "Sonderlinge" zu verkaufen. Mit etwas Glück findest du eine Verkaufsstelle auch in Deiner Nähe.