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Einfacher als gedacht: Tomatenanbau Zuhause

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Am intensivsten schmecken Tomaten frisch vom Strauch. Dafür baut man sie am besten selbst an. Das ist gar nicht so schwer und klappt auch auf sonnigen Balkonen. So lässt sich auch die große Sortenvielfalt am besten erkunden.

Tomaten eignen sich hervorragend zum Anbau im Kübel und machen sich deshalb auch auf Balkon oder Terrasse gut. Egal ob im Garten oder auf dem Balkon: Für Tomaten kann es gar nicht sonnig genug sein, selbst pralle Mittagssonne macht ihnen nichts aus. Auf zu viel Regen und Wind reagieren sie hingegen empfindlich. Eine kleine Überdachung oder ein Standort an einer geschützten, sonnigen Hauswand sind daher ideal.

Wie dies bei Pflanzen aus dem warmen Mittelamerika meist der Fall ist, mag es auch die Tomate am liebsten warm. Vorgezogene Tomatenpflanzen sollten daher erst Ende Mai ins Freie, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Pflanzen lassen sich zwar schon mit etwa 20 Zentimeter Größe kaufen, wer die wahre Vielfalt der Tomate entdecken will, sollte die Sträucher jedoch am besten selbst ziehen. Alte Sorten wie die "Rosarote Wildtomate", "Tigerella" oder "Green Zebra" werden über Vereine oder spezielle Anbieter als Samen angeboten. Und sie machen nicht nur in der Küche Spaß: Wildtomaten sind unempfindlicher gegenüber Krankheiten und deshalb gerade für Gartenneulinge bestens geeignet.

Tomatensamen werden Ende März in einer Schale mit Anzuchterde ausgesät und mit einem halben Zentimeter Erde bedeckt. Bei etwa 20 Grad Celsius, zum Beispiel in Heizungsnähe, sollten die Samen nach spätestens 14 Tagen keimen. Dann sollten sie so vereinzelt werden, dass jedes Pflänzchen etwa 10 bis 15 Zentimeter Platz um sich herum hat. Damit die Pflanzen gut wachsen können und nicht wegknicken, brauchen sie eine Rankhilfe: Im Baumarkt oder Gartencenter gibt es beispielsweise entsprechende Spiralstäbe.

Um viele Früchte ernten zu können, müssen die Pflanzen während des Wachstums ausgegeizt, also Seitentriebe entfernt werden. Im Sommer brauchen die Tomaten ausreichend Wasser und regelmäßig Dünger. Allerdings sollte man es mit dem Düngen nicht übertreiben: Zu wenig Dünger richtet deutlich weniger Schaden an als zu viel. Ansonsten muss nur die Sonne genügend scheinen, dann steht der eigenen Tomatenernte nichts im Weg.