Beispielhaft

Genauso gut, aber für die Hälfte

Supermärkte bieten MHD-nahe Produkte günstiger an. So werden weniger Lebensmittel weggeworfen und der Geldbeutel geschont.

So mancher Verbraucher versteht das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) immer noch als Wegwerfdatum. Das führt dazu, dass wertvolle Lebensmittel im Müll landen, obwohl sie noch gegessen werden könnten. Nicht nur ethisch und ökologisch ist das ein Problem – es ist auch pure Geldverschwendung.
Viele Supermärke bieten nun Lebensmittel kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit zu reduzierten Preisen an.

Der Erfolg: Handelsunternehmen müssen nicht mehr palettenweise Joghurt mit abgelaufenem MHD in Container schütten und Verbraucher können hochwertige Lebensmittel günstiger erwerben. Reduzierte Lebensmittel werden schneller verkauft und so vor der Tonne bewahrt. In fast allen Supermärkten findet man inzwischen Ecken im Kühlbereich, in denen Produkte kurz vor Ablauf des MHDs – besonders gekennzeichnet – günstiger angeboten werden. Für Kunden bringt das echte Geldersparnisse: Bis zu 50 Prozent sind die Lebensmittel zum Teil reduziert.

Übrigens: An der Universität Köln hat das Gründerteam von „FoodLoop“ eine App entwickelt, die in Echtzeit Informationen über reduzierte Lebensmittel kurz vor Ablauf des MHDs aufs Smartphone sendet. Das Startup hat damit den ersten Preis beim internationalen Innovationswettbewerb „FI-WARE“ gewonnen. Jetzt suchen die Gründer nach Unternehmen, die bereit sind mitzumachen und die Idee umsetzen.