Symbolbild Verarbeitung
Sektorspezifisches Dialogforum

Verarbeitung

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Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist eine hochspezialisierte Stufe in der Lebensmittelversorgungskette. Hier finden sich industrielle Strukturen und mittelständische Unternehmen ebenso wie kleine, handwerkliche Betriebe und Manufakturen.

Der Anteil des Verarbeitungssektors ist beim Thema Lebensmittelverschwendung nicht unerheblich: Geschätzt 18% der Lebensmittelabfälle – in absoluten Zahlen mehr als 2 Mio. Tonnen jährlich – fallen hier in Deutschland an (Thünen Report 71).

Aus diesem Grund ist es wichtig, auch den Bereich der Lebensmittelverarbeitung in die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals (SDGs, insbesondere SDG 12.3 zur deutlichen Reduzierung der Lebensmittelverschwendung) einzubeziehen.

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung der Bundesregierung wurde daher ein Dialogforum entlang der Lebensmittelversorgungskette zum Sektor „Verarbeitung“ eingerichtet. Ziel dieses Dialogforums ist es, ein Netzwerk von kompetenten, richtungsweisenden und innovativen Unternehmen und Menschen sowie Organisationen aufzubauen, die sich für eine deutliche und dauerhafte Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in der Verarbeitung und darüber hinaus engagieren. Mit dem Instrument der „Runden Tische“ bringt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die relevanten Akteure zusammen, sammelt und entwickelt gemeinsam Strategien für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung – inklusive praktischer Demonstrationsvorhaben in geeigneten Verarbeitungsbetrieben. Dabei wird das Thünen-Institut ein begleitendes Monitoring und eine Bilanzierung der Lebensmittelabfallströme in der Verarbeitung durchführen.  In den Modellprojekten werden Daten erhoben und analysiert, um durch eine Bewertung der Maßnahmen nachhaltige Reduzierungsmaßnahmen zu identifizieren.

Das im Rahmen des Dialogforums aufgebaute Netzwerk soll langfristig Bestand haben und immer wieder neue Ideen und Anregungen hervorbringen, die Modellcharakter für die gesamte Branche haben, realisierbar und effektiv sind. Seine Mitglieder sollen darüber hinaus auch als Multiplikatoren dienen, um weitere relevante Akteure einzubeziehen.
Das Projekt wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut (TI) durchgeführt.

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).