Projekte aus der Praxis

Quelle: BMEL

Ob neue Produktideen, Startups oder Vereine und Initiativen – die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Lebensmittelabfälle und -verluste auf ganz unterschiedliche Weise reduziert werden können. Über die Filteroptionen werden die verschiedenen Projekte aus ganz Deutschland angezeigt.

Jedes Jahr landen mehrere hundert Tonnen Brot im Müll. Diese Verschwendung möchte das Unternehmen SygaBack mit einem Konzept zur Weiterverwertung verringern. Aus unverkauftem Brot entsteht – direkt in der Bäckerei – ein neues Produkt: ein Semmelknödel aus dem Backofen.

Kategorie

Produktion

Wirkungsfeld

regional

Wo

Saarland

Wer

SygaBack
 

Ansprechpartner:in
Markus Felchner und Udo Rössel
Kontakt

Jedes Jahr landen mehrere hundert Tonnen Brot im Müll. Diese Verschwendung möchte das Unternehmen SygaBack mit einem Konzept zur Weiterverwertung verringern. Aus unverkauftem Brot entsteht – direkt in der Bäckerei – ein neues Produkt: ein Semmelknödel aus dem Backofen.

SygaBack: Knödel aus dem Ofen
Herausforderung und Problematik

Deutschlands Bäckereien bieten eine große Vielfalt an Backwaren, und das nicht selten bis kurz vor Ladenschluss. Was dann nicht mehr verkauft wird, landet häufig im Müll. Außer nicht mehr ganz frische Ware zu reduzierten Preisen anzubieten, gibt es kaum weitere Vermarktungsmöglichkeiten für die Bäckereien.
 

Umsetzung und Maßnahmen

SygaBack hat ein Verfahren entwickelt, die unverkauften Backwaren mit hochwertigen Zutaten zu veredeln und daraus – mit der vorhandenen Infrastruktur des Bäckers – ein neues Produkt herzustellen. Das Konzept lässt sich in jeder Bäckerei ohne zusätzliche Investitionen umsetzen. Es entsteht ein Knödel in Scheibenform aus dem Backofen. Zu diesem können unterschiedliche Produkte aus der Backstube weiterverarbeitet werden, von weißen Brötchen, Roggenbrot oder Laugenstangen bis hin zu süßen Backwaren wie Hefezopf oder Brioche. Außerdem kann es ganz ohne tierische Produkte hergestellt, für die Zubereitung zu Hause verpackt und verkauft werden. Die Möglichkeit, das Produkt mit Käse oder Wurst zu belegen und direkt im Verkaufsraum als Snack anzubieten, erweitert das Angebot der Bäckerei zusätzlich.

Bisher setzen bereits mehrere Einzelunternehmen sowie kleinere Bäckereien das Konzept in ihrer Backstube um. Darunter unter anderem die Bäckerei Lenert aus Blieskastel im Saarland. Sie arbeitet derzeit daran, die vegane Semmelknödel-Variante direkt im Einmachglas zu garen und ungekühlt mit längerer Haltbarkeit im Lebensmitteleinzelhandel als Regionalprodukt zu vermarkten.

Die Großbäckerei Biebelhausener Mühle aus dem Raum Trier verarbeitet ihre übriggebliebenen Backwaren mit dem Konzept zu einer Semmelknödel-Scheibe, die als TK-Produkt im Bereich Systemgastronomie und Catering vermarktet wird.
 

Erfolge und Einsparungen

Rund 55 Prozent der Backwaren-Retouren kann die Bäckerei Lenert inzwischen zum Semmelknödel in Scheibenform weiterverarbeiten. Damit hat sie bei Branchen-Wettbewerben bereits Preise in den Bereichen Snack, Nachhaltigkeit, Warenpräsentation und Marketing gewonnen. 

Die Biebelhausener Mühle kann mithilfe des Konzepts ihre gesamte Ciabatta-Überproduktion weiterverarbeiten.
 

Partner

Bäckerei Lenert
https://www.baeckerei-lenert.de/Familientradition
    
Biebelhausener Mühle
https://www.biebelhausener-muehle.com/
 


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Jeder Bäcker, der einen Backofen und eine Kastenform hat, kann das neue Produkt nach unserem Verfahren herstellen und erfolgreich vermarkten. Das Konzept funktioniert überall, wo es Bäcker gibt. Voraussetzung ist allerdings auch ein Umdenken bei den Bäckereien. Sie müssen lernen, ihr Brot wertzuschätzen und Begriffe wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wirklich mit Leben zu füllen. Vernichtung von Brot sollte eigentlich tabu sein.

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Markus Felchner und Udo Rössel, SygaBack
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