Projekte aus der Praxis

Quelle: BMEL

Ob neue Produktideen, Startups oder Vereine und Initiativen – die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Lebensmittelabfälle und -verluste auf ganz unterschiedliche Weise reduziert werden können. Über die Filteroptionen werden die verschiedenen Projekte aus ganz Deutschland angezeigt.

In dem vom Thünen-Institut koordinierten Projekt „Efficient Lowering of Food Waste (ELoFoS)“ entwickelt ein Forscherteam Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung. Dabei werden Strategien und Innovationen am Praxisbeispiel Großküchen mit Zulieferern und Verwertern erarbeitet.

Kategorie

Außer-Haus-Verpflegung

Wirkungsfeld

bundesweit

Wo

Niedersachsen

Wer

Johann Heinrich von Thünen-Institut (Projektkoordination)
 

Ansprechpartner:in
Dr. Thomas G. Schmidt, Projektkoordinator

In dem vom Thünen-Institut koordinierten Projekt „Efficient Lowering of Food Waste (ELoFoS)“ entwickelt ein Forscherteam Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung. Dabei werden Strategien und Innovationen am Praxisbeispiel Großküchen mit Zulieferern und Verwertern erarbeitet.

ELoFoS: Lebensmittelverschwendung effizient verringern
Herausforderung und Problematik

In der Außer-Haus-Verpflegung entstehen aus unterschiedlichen Gründen entlang des gesamten Arbeitsprozesses Lebensmittelabfälle. Zusätzlich treffen in diesem Bereich verschiedene Akteure wie Zulieferer, Verwerter sowie Konsumentinnen und Konsumenten aufeinander. Alle Beteiligte für die Abfallvermeidung zu sensibilisieren, ist ein wichtiger Aspekt, um eine langfristige Veränderung zu erzielen. Werden die Schnittstellen entlang der Wertschöpfungskette optimiert, kann das eine bedarfsgerechtere Produktion ermöglichen und die Lebensmittelverschwendung verringern.
 

Umsetzung und Maßnahmen

An vier Standorten der Maritim Hotelgesellschaft mbH werden im Rahmen von ELoFoS seit Juni 2018 in den Großküchen die anfallenden Lebensmittelabfälle mittels einer Feedbackwaage, der sogenannten „ResourceManager-Food“, erfasst und anschließend analysiert. Daraufhin ermitteln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Umweltwirkungen von Lebensmitteln entlang der Wertschöpfungskette auf Basis von ökobilanziellen Ansätzen. Zudem erfolgt eine Schnittstellenoptimierung zwischen den Hotelbetrieben und deren Zulieferern für Fischprodukte sowie Wurst- und Fleischwaren. Die entwickelten Maßnahmen werden in einem weiteren Abfallmonitoring in drei Einrichtungen der MediClin à la Carte GmbH umgesetzt und evaluiert. Darüber hinaus führt das Projektteam, im Rahmen einer Umfeldanalyse, Interviews mit Fachleuten weiterer Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung. Aus den Ergebnissen leiten die Forscherinnen und Forscher Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen ab. Danach bewerten sie die Übertragbarkeit der erarbeiteten Vermeidungsmaßnahmen auf andere Branchen der Außer-Haus-Verpflegung.
 

Erfolge und Einsparungen

Ziel ist es, effiziente Maßnahmen zur Lebensmittelabfallvermeidung zu entwickeln. Sie sollen flächendeckend in Betrieben der Außer-Haus-Verpflegung eingesetzt werden können. Hierfür werden während des Projekts die Übertragbarkeit der Maßnahmen geprüft, eine Marktanalyse durchgeführt sowie ein geeignetes Vermarktungskonzept entwickelt. Das Projekt läuft bis Ende Mai 2021. Erste Ergebnisse aus dem Abfallmonitoring werden Ende 2019 erwartet. Die Bewertung von Vermeidungsmaßnahmen soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.
 


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Wir empfehlen Großküchenbetreibern ein Abfallmonitoring einzuführen, um das Einsparpotenzial zu ermitteln und das Personal für die Lebensmittelabfallvermeidung zu sensibilisieren. Anschließend können geeignete Maßnahmen eingeführt werden.

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Dr. Thomas G. Schmidt, Johann Heinrich von Thünen-Institut
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