Projekte aus der Praxis

Quelle: BMEL

Ob neue Produktideen, Startups oder Vereine und Initiativen – die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen, dass Lebensmittelabfälle und -verluste auf ganz unterschiedliche Weise reduziert werden können. Über die Filteroptionen werden die verschiedenen Projekte aus ganz Deutschland angezeigt.

Lebensmittelabfälle, die beim Konsumenten entstehen, tragen zu einem erheblichen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung bei. Nestlé nimmt sich deshalb diesem Problem auch in der Kantine der Firmenzentrale an.

Wo

Hessen

Wirkungsfeld

regional

Kategorie

Außer-Haus-Verpflegung

Wer

Nestlé Deutschland AG
 

Ansprechpartner:in
Nils Wettengel, Public Affairs & Corporate Communications

Lebensmittelabfälle, die beim Konsumenten entstehen, tragen zu einem erheblichen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung bei. Nestlé nimmt sich deshalb diesem Problem auch in der Kantine der Firmenzentrale an.

Vermeidung von Abfällen in Kantinen
Herausforderung und Problematik

Lebensmittelabfälle, die beim Konsumenten entstehen, bilden Studien zufolge einen wesentlichen Teil der Umweltauswirkungen der Ernährung ab. Angesichts knapper Landflächen und Ressourcen müssen aber vor allem diese Verluste der Lebensmittel verringert werden. Die Problematik hierbei besteht, dass vielen Konsumenten die Verschwendung von Ressourcen, die über das eigentliche Lebensmittel hinausgehen, wie z.B. das eingesetzte Wasser zur Herstellung der Produkte, gar nicht bewusst ist.
 

Umsetzung und Maßnahmen

Nestlé versucht deshalb auch intern auf das Thema der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen, denn auch ihre Mitarbeiter sind Konsumenten. Erfolgreich war z.B. ein Pilotprojekt in der Kantine der Konzernzentrale in der Schweiz: Dort hielt Nestlé ihre Mitarbeiter an, am Büfett keine zu großen Portionen auf den Teller zu füllen und ermöglichte es, Reste mit nach Hause zu nehmen. Die Nahrungsmittelabfälle konnte die Kantine so um ein Drittel reduzieren. 

Auf Grundlage dieser Erfahrung werden nun auch in Deutschland ähnliche Folgeprojekte geprüft. Es wurde bereits eine Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Mitarbeiter in der Kantine generell auch kleinere Portionen akzeptieren würden, wenn sie dafür einen kostenlosen Nachschlag bekommen können. In Zukunft soll dieses Konzept in der Kantine umgesetzt werden. Darüber hinaus stellt Nestlé eine gläserne Tonne auf, in welcher die Lebensmittelabfälle landen um zu veranschaulichen, wie viele Lebensmittelreste weggeworfen werden. Eine gemeinsame Kommunikation mit zwei Nichtregierungsorganisationen in Form eines Flyers, Videos sowie eines sogenannten „Stehmeetings“, welches eine freiwillige Informationsveranstaltung für Mitarbeiter ist, informieren. Inhalte dieser Maßnahmen sind über die ökologischen Nachteile durch Lebensmittelabfälle und warum es sinnvoll ist, diese zu vermeiden, aufzuklären. Die Mitarbeiter sollen somit motiviert werden aus Eigeninteresse darauf zu achten passende Portionsgrößen zu wählen.

Zudem wird bereits täglich überprüft, wie viel Essen in der Kantine übrig bleibt und zurückgeht. Auf diesen Erkenntnissen werden bereits jetzt schon Lebensmittelbestellungen angepasst und Portionsgrößen besprochen. So können Ressourcen sowie Kosten eingespart werden.
Sollten dennoch gewisse Fehlkalkulationen passieren und beispielsweise Bolognesesauce übrig bleiben, wird versucht diese am nächsten Tag in weiterverarbeiteter Form, wie z. B. als Lasagne, wiederzuverwerten. 

Das Projekt startet Ende 2017 / Anfang 2018, weshalb zum derzeitigen Zeitpunkt keine konkreten Ziele zur Einsparung von Lebensmittelabfällen in der Kantine definiert wurden.
 

Erfolge und Einsparungen

Viele Vorhaben zur Einsparung von Lebensmitteln, insbesondere im Bereich der Kantinen, befinden sich noch in Abstimmungs- und Findungsprozessen. Nichtsdestotrotz ließ sich mit dem schweizer Pilotprojekt bereits eine Maßnahme testen, die zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beiträgt. 

In Deutschland werden insbesondere durch die konkrete Kalkulierung der Lebensmittel, die zur Essenherstellung in der Frankfurter Kantine genutzt werden, bereits Ressourcen geschont. Neben diesem ökologischen Aspekt der Einsparungen schafft dieses auch einen wirtschaftlichen und monetären Nutzen für die Kantine, da weniger Geld für Lebensmittel aufgewendet wird, die im Nachhinein übrig bleiben und evtl. weggeworfen werden müssten.
 

Beteiligungsmöglichkeiten

Bei der Betrachtung und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sollte ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden. Nicht nur beim Verbraucher besteht viel Einsparungspotential, sondern bereits vorher in den Lieferketten, als auch dem Produktionsprozess. Alle Schritte können dazu beitragen Lebensmittel einzusparen und dadurch eine Verschwendung zu minimieren. Einsparungspotentiale können durch simple Umfragen identifiziert und Maßnahmen aufgrund der Ergebnisse entwickelt und implementiert werden.
 


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