Drei Personen halten unterschiedliche Plakate in der Hand in einer Mensa. Auf einem Plakat steht "Happy Hour".
Nominiert in der Kategorie Gastronomie

Studierendenwerk Ulm

Quelle: Studierendenwerk Ulm

Reste gehören in der Mensa Ulm der Vergangenheit an. Was eine Viertelstunde vor Ende der Essensausgabe noch nicht gegessen ist, erhalten die Studierenden zu reduzierten Preisen.

Etwa 2.500 Studierende und Mitarbeitende der Universität kommen täglich zum Mittagessen in die Mensa des Studierendenwerks Ulm (Baden-Württemberg). Bis 2016 waren immer noch eine Menge Reste übrig, wenn die Mensa um 14 Uhr schloss. Essen, das bereits erwärmt war oder in Ausgabetheken lag, darf aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht weiterverwendet werden. Die Ulmer „Happy Hour“ ist genau genommen eine „Happy Quarter“: Was um 13.45 Uhr noch übrig ist, wird zu reduzierten Preisen verkauft. So zahlt man dann nur noch 45 Cent pro 100 Gramm – egal, ob es Fleisch, Nudeln oder Gemüse gibt. Normalerweise kosten diese Gerichte zwischen 0,89 und 1,89 Euro je 100 Gramm.

Die Aktion wurde von Anfang an gut angenommen. Seit der Einführung der „Happy Hour“ im April 2017 konnten mehr als zehn Tonnen Lebensmittel vor dem Wegwerfen gerettet werden. Hinzu kommen rund 20.000 Schälchen mit Salaten und Desserts, die ebenfalls günstiger verkauft wurden. Manchmal bilden sich lange Schlangen, aber immer gilt: Es gibt nur Reste, es wird nichts nachproduziert. Was weg ist, ist weg – und zum Glück nicht in der Tonne gelandet.